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    „Heil Ukraine“: So marschierten Rechtsradikale durch Kiew – VIDEOs

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    In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat der Marsch der Nationalisten, der anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung der umstrittenen Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) stattgefunden hatte, ohne Rechtsordnungsverletzungen geendet, teilt das ukrainische Innenministerium mit.

    An der Veranstaltung nahmen rund 10 000 Menschen teil, etwa 5000 Polizisten sicherten den Marsch. Teils vermummte Rechtsextreme und Nationalisten trugen Fackeln und zündeten Feuerwerkskörper, es wurde der Hitlergruß gezeigt. Die rechtsradikalen Parteien Swoboda (Freiheit), Prawy Sektor (Rechter Sektor) und Nazionalny Korpus (Nationalkorps) hatten zu landesweiten Märschen aufgerufen.

    Die Demonstranten skandierten „Moskau, brenn in Flammen“, „Es lebe die Nation, Heil Ukraine, Tod den Feinden“, „Seien gerühmt die Helden der ATO („Antiterroroperation“, so nannte Kiew die Kriegsoperation im Osten der Ukraine – Anm. d. Red.)“, „Bandera ist unser Held, Pokrowa (Mariä Schutz und Fürbitte, am 14. Oktober gefeiert – Anm. d. Red.) ist unser Heiligtum“. Die Aktionsteilnehmer äußerten auch ihre Verärgerung über den ukrainischen Präsidenten, Petro Poroschenko.

    Der radikale nationalistische Politiker Stepan Bandera (1909-1959) hatte an der Wiege der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) gestanden. Am 14. Oktober 1942 wurde die „Ukrainische Aufstandsarmee“ (UPA) auf Beschluss der OUN als deren militärischer Arm ins Leben gerufen. Die beiden Nationalistenorganisationen hatten im Zweiten Weltkrieg in der Westukraine zuerst gegen die Wehrmacht und dann gegen die Sowjetarmee und andere Staaten der Anti-Hitler-Koalition gekämpft.

    Mehr zum Thema: „Mit Bandera kommt Ukraine nicht nach Europa“ – Polen gegen ukrainische Nationalisten

    Im Sommer 1943 richteten die Nationalisten ein Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung an (Massaker von Wolhynien). Historiker schätzen die Gesamtzahl der Opfer auf 36 000 bis 100 000 ein.

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    Tags:
    Marsch, Nationalisten, Rechtsradikale, Rechtsextremismus, Nationaler Korps, Swoboda-Partei, Rechter Sektor, Stepan Bandera, Petro Poroschenko, Kiew, Ukraine