22:45 28 November 2020
SNA Radio
    Videoklub

    Zarenbombe: Rosatom veröffentlicht neues Video der stärksten jemals gezündeten Atombombe

    Videoklub
    Zum Kurzlink
    2817254
    Abonnieren

    Nur wenige Tage vor dem 71. Jahrestag des ersten Atombombentests der Sowjetunion im Jahr 1949 hat der russische Atomenergiekonzern Rosatom seltene und klare Aufnahmen von der Zündung der Zarenbombe – der stärksten jemals gezündeten Atombombe – im Jahr 1961 veröffentlicht.

    Der 30-minütige Dokumentarfilm, der am 20. August vom russischen Atomenergiekonzern Rosatom publikgemacht wurde, berichtet über den schicksalhaften Tag im Oktober 1961, an dem die Sowjetunion eine 50-Megatonnen-Atomwaffe auf einer abgelegenen arktischen Insel zur Detonation brachte. Die kolossale Größe und Kraft der Bombe, die als „Produkt 202“ bekannt ist, bekam den Beinamen „Zarenbombe“ – König der Bomben.

    Um einen Eindruck von der Sprengkraft der Bombe zu bekommen, zieht man den folgenden Vergleich: Der stärkste Kernwaffentest der USA, der Castle Bravo-Test von 1952, betrug höchstens 22 Megatonnen, und die Hiroshima-Bombe erreichte eine Sprengkraft von etwa 16 Kilotonnen.

    In dem Film wird die Zarenbombe auf einen Wagen verladen, um in den hohen Norden transportiert zu werden, wo sie unter dem Deckmantel eines typischen Güterwagens auf der Olenja Flugbasis südlich von Murmansk ankam.

    Flugzeuge, die den Test filmten, wurden mit Kameras und anderem Zubehör bestückt. Der dabei eingesetzte Tu-95W-Bomber und ein Tu-16-Bomber wurden weiß lackiert, um den nuklearen Blitz zu reflektieren.

    Die Bombe war bei dem Test mit einem Fallschirm versehen, um den Fall zu verlangsamen und um dem Flugzeug Zeit zu geben, das Testgebiet zu verlassen.

    Die Tu-95 befand sich in einer Höhe von ungefähr 10.000 Kilometern, als die Bombe abgeworfen wurde. Sie explodierte ungefähr vier Kilometer über dem Boden, um die Strahlung zu minimieren.

    In dem Filmmaterial wird der Moment der Detonation aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt, darunter vom Boden und von Bord der Tu-95W aus.

    Dem Film zufolge war es die Explosion einer „sauberen“ Bombe, da diese in der Luft explodierte. Kurz nach dem Test konnten sowjetische Wissenschaftler mit einem Hubschrauber zum Explosionsort fliegen; einige von ihnen liefen sogar ohne Schutzausrüstung durch die Gegend.

    Die intensive Hitze an dieser Teststelle, die nur 1900 Kilometer vom Nordpol entfernt ist, ließ dort den größten Teil des Schnees wegschmelzen.

    Das „Produkt 202“ wurde nie in Konflikten eingesetzt.

    dd/sb

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Mehr Videos

    Zum Thema:

    MDR rätselt über „russischen Osten“ - Ostdeutscher kommentiert: „Das Sagen haben leider die ...“
    Mord an iranischem Atomphysiker: US-Geheimdienst hält Israel für schuldig — NYT
    Streit um Bundeswehreinsatz gegen türkisches Schiff: EU-Geheimdokument bringt neue Details ans Licht
    Tags:
    Wasserstoffbombe, Atombombe, Sowjetunion, Rosatom, Zar-Bombe