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    Augenzeugen über den Hinterhalt, in den Andrej Stenin vor seinem Tod geriet

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    © Sputnik .

    Ein Korrespondent von RIA Novosti hat kurz vor dem Jahrestag des Todes von Andrej Stenin im umkämpften Donezbecken den Ort besucht, wo das ausgebrannte Auto des russischen Journalisten entdeckt wurde, und die Einwohner der nahegelegenenDörfer nach den Ereignissen vom August 2014 befragt.

    Die Einwohnerin des Dorfes Dmitrowka, Lilia Filjuschina, erzählte, dass sie am 6. August mit ihrem Mann zu ihren Verwandten nach Sneschnoje unterwegs waren. Nahe des Dorfes Rassypnoje (Peressyp) gerieten ihr Auto und ein hinter ihnen fahrendes Auto unter Beschuss. Nach ihren Angabensahen sie ein brennendes Auto, bevor der Beschuss begann. Später wurde festgestellt, dass es sich um ein Renault Logan handelt, mit dem der Fotoreporter der Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya, Andrej Stenin, wegen eines Arbeitsauftrags auf dem Weg von Dmitrowka nach Sneschnoje war.

    „Es waren drei Menschen, ungefähr 30 Meter weit von uns… Sie alle waren in Blau, blaue Panzer“, sagte Lilia Filjuschina über die Angreifer und ergänzte, sie hätten zuvor vielleicht auch das Auto Stenins in Brand gesetzt.

    Im Laufe von einigen Tagen wurde dieser Straßenabschnitt jedes Mal beschossen, wenn dort Autos auftauchten.

    „Sie schossen direkt, aus einer sehr kurzen Entfernung. Sie dachten gar nicht daran, dass es sich um friedliche Menschen handeln könnte“, sagte der Bürgermeister des Dorfes Gornjazkoje, Oleg Charitschkow.

    Laut Augenzeugenangaben gab es nach dem Rückzug der ukrainischen Militärtechnik aus diesem Gebiet auf der Straße zwischen Dmitrowka und Sneschnoje rund 20 beschossene und ausgebrannte Autos. Die meisten von ihnen gehörten friedlichen Einwohnern. Bis heute sind die Namen aller Opfer dieses Beschusses unbekannt.

    Stenin verschwand Anfang August 2014 bei der Ausübung seines Berufs nahe der Stadt Sneschnoje im Gebiet Donezk, wo das ukrainische Militär eine Sonderoperation gegen die Volksheerkämpfer durchführte. Der Generaldirektor von Rossiya Segodnya, Dmitri Kisseljow, sagte am 3. September, dass man vom russischen Ermittlungskomitee Informationen erhalten habe, dass der Journalist beim Beschuss eines Autokonvois durch das ukrainische Militär ums Leben gekommen sei.

    Der Fotoreporter wurde am 5. September auf dem Moskauer Friedhof Trojekurowo beigesetzt. Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete einen Erlass über die Auszeichnung Andrej Stenins mit dem Orden für Mut wegen Heldentums bei der Erfüllung seiner beruflichen Pflicht.

    Zum Thema:

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    Tags:
    Tod, Journalisten, Beschuss, Renault Logan, Rossiya Segodnya, Wladimir Putin, Oleg Charitschkow, Lilia Filjuschina, Andrej Stenin, Russland, Ukraine, Dmitrowka
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