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    IS verkauft Siebenjährige auf dem „Brautmarkt“ und rekrutiert Kindersoldaten

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    Terrororganisation Daesh (307)
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    Das jesidische Mädchen mit dem Namen Lamia ist erst 7 Jahre alt, wurde aber von Terroristen zusammen mit ihrer Schwester und der schwangeren Mutter aus der Stadt Sindschar im Nordirak verschleppt und versklavt. Jetzt wurde Lamia befreit, in einem Gespräch mit Sputnik erzählt sie über ihre grausame Gefangenschaft.

     

    Lamia sei oft körperlicher Gewalt ausgesetzt worden, von ein und demselben IS-Terroristen mit dem Namen „Abu Muhammed“ (wahrscheinlich nur ein Deckname, — Anm. d. Red.), der aus Katar stammte. 

    Dieser Mann sei einige Jahrzehnte älter als sie gewesen, berichtet Lamia. Er habe sie gezwungen, bei Tag und Nacht den Koran und Hadith auswendig zu lernen, damit sie ihre einheimische Religion der Jesiden vergisst.

    Die Gefangenen seien in die IS-Hochburg Rakka gefahren worden. Dort seien Lamia und ihre Schwester Mona nicht zur Schule gegangen. Ihre Mutter sei bei der Entführung im fünften Monat schwanger gewesen, ihren Sohn gebar sie in der Gefangenschaft, wobei die Terroristen ihm gegen ihren Willen  den Namen  Omar gegeben haben.

    Laut Lamia wollte Abu Muhammed  sie später einem anderen saudischen Kämpfer verkaufen. Der Terrorist habe „eine Handvoll syrische Lira oder US-Dollar“ für sie geboten. Ein anderer Mann wollte sie unter der Bedingung kaufen, dass er sie das ganze Jahr über „erziehen“  werde,  bis sie das Alter von acht Jahren erreicht, in dem man gemäß den islamistischen Gesetzen ein Mädchen heiraten dürfe.

    Infografik: Geschichte des islamistischen Terrorismus

    Lamia, ihre Mutter und Geschwister wurden vor einer Woche von ihrem Landsmann Abu Schuzhaa befreit. Man habe sofort beschlossen, Lamias kleinen Bruder zu Ehren ihres Befreiers den Namen Schuzhaa zu geben.

    Am vergangenen Samstag hatte ein örtlicher Informant, der nicht genannt werden will,  Sputnik mitgeteilt, dass der IS in den vergangenen zwei Tagen mehrere hundert Kinder und Jugendliche aus armen Familien in den Städten Falludscha und Ramadi in der Provinz al-Anbar im Westen des Iraks zum Kampfeinsatz herangezogen habe. Diese Kinder sollten angeblich den Angriff von anrückenden irakischen Streitkräften abschlagen.

    „Die Familien, die ihre Kinder in die Reihen des IS geben, werden mit einer beträchtlichen Menge Geld gelockt — 1.400 US-Dollar pro Monat und Kind. Dies ist eine sehr erhebliche Summe für diese Familien, da die Bewohner der beiden Städte seit der Besatzung durch den IS eine große Hungersnot erleiden. Wenn die Eltern sich jedoch weigern, droht ihnen die Todesstrafe“, sagte die Quelle.

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