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    Lage in Syrien: Russland schickt erstmals Hilfsgüter in Provinz Aleppo - VIDEO

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    Das russische Militär hat erstmals seit Ausbruch des Syrien-Konflikts Hilfsgüter in die Provinz Aleppo gebracht – vier Tonnen Lebensmittel.

    Die Helikopter mit individuellen Lebensmittelpaketen, Konserven sowie Säcken mit Graupen, Mehl und Reis flogen aus Sicherheitsgründen in über 4500 Metern Höhe.

    „Die russische Armee hilft der syrischen Armee, weil Russland nicht nur vom Hörensagen weiß, was Terrorismus bedeutet. Darum sind wir bereit, unseren Freunden zu helfen. Heute haben wir die ersten Hilfsgüter in die vor kurzem befreite Ortschaften der Provinz Aleppo gebracht“, erklärte Oberst Juri Wolodtschenko aus dem russischen Zentrum für Versöhnung in der Provinz Aleppo.

    Er hofft, dass die Hilfsgüter den Syrern helfen werden, zu einem friedlichen Leben zurückzukehren. Wolodtschenko verwies darauf, dass  in Al-Balatt bereits mehr als 700 Familien zurückgekehrt seien, nachdem die syrische Armee und die Volksmilizen die Terroristen aus der Region verdrängt haben und nun die Sicherheit der Einwohner wieder garantieren können.

    Die Menschen haben die Hilfsgüter mit Freude entgegengenommen, zumal sie in diesem Gebiet zum ersten Mal eine solche Hilfe erhielten. „Mit den Erfolgen unserer Armee hat sich die Sicherheitslage verbessert. Aber die Lebensmittelsituation ist sehr schwierig, es mangelt an Wasser. Ich bin Russland sehr dankbar, ich bekomme zum ersten Mal so eine humanitäre Hilfe“, sagte Ibrahim aus Al-Balatt.

    Wie der im selben Ort ansässige Scheich Kaddur erzählte, hatte die syrische Armee in den letzten anderthalb Monaten mit Unterstützung der Volksmilizen den Terroristen ein Territorium abgerungen, in dem rund 50.000 Menschen leben. Humanitäre Hilfslieferungen seien dort nun besonders nötig. Kaddur bestätigte, dass die Einwohner allmählich zum friedlichen Leben zurückkehren würden.

    „Das ist ein sehr wichtiger Augenblick für die Syrer und eine unschätzbare Hilfe seitens unserer russischen Freunde. Die Lage im Gebiet verbessert sich allmählich dank der Aktivitäten der syrischen Armee und der Hilfe Russlands. Hier gibt es sehr viele zerstörte Gebäude und verminte Territorien, doch die Einheimischen kehren allmählich zurück und bauen ein friedliches Leben auf“, erzählte Kaddur.

    Wie der Scheich weiter betonte, sei der nationale Versöhnungsprozess in der Provinz Aleppo bereits eingeleitet und viele Kämpfer hätten für Verhandlungen Kontakt miteinander aufgenommen. Bislang fürchteten sie sich noch, ihre Waffen endgültig niederzulegen.

    Die syrische Großstadt Aleppo war von Kämpfern der Al-Nusra-Front im Jahr 2012 angegriffen worden.  Ihre Bevölkerung ist seitdem von vormals 2,5 Millionen auf weniger als eine Million geschrumpft. Einen Teil der Stadt kontrollieren immer noch Terroristen, die Regierungstruppen haben jedoch die Blockade in mehreren Vororten durchbrechen und Versorgungswege der Islamisten sperren können.

    Die syrische Armee und die Volksmilizen erzielten seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe am 27. Februar bedeutende Erfolge im Kampf gegen die Terroristen. Diese Waffenruhe erstreckt sich nicht auf Gruppierungen, die vom UN-Sicherheitsrat als terroristische eingestuft wurden.

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    Tags:
    Humanitäre Hilfsgüter, Aleppo, Syrien, Russland