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    Atlantis der Krim: Hier schlummert die versunkene Stadt Akra – VIDEO aus dem Meer

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    Archäologen und Taucher nehmen Ausgrabungen am südlichsten Punkt der Straße von Kertsch wieder auf, wo im vierten Jahrhundert v.Chr. die Hafenstadt Akra lag. Neben den Bildern direkt vom Meeresgrund präsentiert Sputniknews Ihnen auch ein Exklusiv-Interview mit dem Leiter der Ausgrabungen.

    Die Unterwasser-Aufnahmen zeigen, wie Taucher den Meeresboden der Straße von Kertsch mithilfe neuster Spezialtechnik ab- und untersuchen. Die unter Wasser entdeckten Bauten sollen frühere Wohnviertel der antiken Stadt Akra sein, die bei der Absenkungen der Küstenregion abgesunken waren. Die Archäologen hoffen, dass ihr Einsatz dabei helfen wird, mehr Information über diese historische Stätte zu bekommen. Diese Unterwasser-Stadt gilt mittlerweile schon als „Atlantis der Krim“.

    Die Klein-Stadt Akra war vor mehr als 2500 Jahren am Fuße des Kaps Takil gebaut worden. Derweil sind nur fünf Prozent der ehemaligen Hafenstadt erforscht. Die Wissenschaftler haben bereits einen Brunnen, Trümmer der Schutzmauer und einige Häuser entdeckt.

    Die ersten Ausgrabungen am Takil-Kap hatten 1929, eine weitere  1976 stattgefunden. Das Interesse an dem südlichsten Punkt der Straße von Kertsch kam dann Anfang der 80er-Jahre wieder auf, als in der Gegend 1500 antike Münzen gefunden worden waren. Seit den 90ern hatte es keine Expeditionen mehr in dieser Ortschaft gegeben. Vor sechs Jahren haben die Wissenschaftler die Ausgrabungen wieder aufgenommen. Dieses Jahr verlaufen die Arbeiten sowohl am Lande als auch unter Wasser.

    „Dieses Jahr bemühen wir uns, die Unterwasser-Ausgrabungen, d.h. die Arbeiten auf dem Stadt-Territorium am Meeresgrund, mit den Arbeiten auf dem Lande in der Brandungszone zu kombinieren, wo speziell ein Damm errichtet wurde, damit das Wasser die Ausgrabungen nicht stört “, so Sergei Solowjow, Leiter der Ausgrabungen der antiken Stadt Akra im Exklusiv-Interview mit Sputniknews.

    Der Ausgrabungsort, wo die Forscher derzeit ein Wohnhaus untersuchen, liegt laut Solowjow auf einer Tiefe von rund vier Metern.

    „Wir haben einen Raum gefunden, in dem sich ein großes oval-förmiges Kohlenbecken aus Keramik befand, das zum Kochen und als Heizung benutzt wurde, sowie andere Alltagsgegenstände. Letztes Jahr hatten wir mehr Glück und entdeckten einen goldenen Ohrring, der zwischen dem  vierten und Anfang des dritten Jahrhunderts v.Chr. von Bosporus-Handwerkern hergestellt worden sein muss“, erzählte der Archäologe.

    Die ältesten Schichten, die die Wissenschaftler bei den Unterwasser-Grabungen bislang erreicht haben, stammen von Anfang des vierten Jahrhunderts v.Chr. Laut den Forschern wurden aber auch einzelne Gegenstände entdeckt, die vermuten lassen, dass Akra bereits Ende des sechsten Jahrhunderts v.Chr. gegründet worden sein könnte.

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    Tags:
    Archäologie, Straße von Kertsch, Krim, Russland
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