11:05 16 Dezember 2019
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    Ode an die Pfeiler: Die Hymne der Krim-Brücke – hier gibt's Songtext & Musik-VIDEO

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    Die Krim-Brücke hat neben seinem flauschigen Kater-Maskottchen Mostik (dt. „Brückchen") nun auch eine hauseigene Hymne. Diese hat kein Profi-Liedermacher, sondern ein Bauzeichner des russischen Großbaus geschrieben. Erleben Sie, wie der Bau-Rhythmus mit der Musik und dem hingebungsvollen Text über den Maßstab des Riesen-Projektes verschmilzt.

    Der Bauzeichner Konstantin Homenko aus St.Petersburg, der an der Projektierung der Krim-Brücke beteiligt ist, war so von der Großbaustelle begeistert, dass er eigens ein Lied geschrieben hat. Besonders inspiriert hat ihn dabei offenbar die Schlüssel-Etappe des Brückenbaus – die Errichtung des Pfeilerfundaments für die Brückenauflagen.

    Hören Sie mal: Das Wort Pfeiler kehrt immer wieder – es heißt „swaja“, in der Mehrzahl „swai“.

    Mittlerweile sind rund 2.000 von insgesamt 7.000 Pfeilern aufgestellt. An den Bauarbeiten sind mehr als 3.00 Menschen beschäftigt.

    „Beim Besuch auf der Baustelle hat mich die Mächtigkeit und das Ausmaß des Prozesses des Einsenkens der 80 Meter langen Pfeiler beeindruckt“, so Homenko.

    Der Clip wurde am 12. August von der offiziellen Seite des Info-Zentrums „Krymski Most“ veröffentlicht. Das Video wurde aus der Ich-Perspektive gefilmt, um das Gefühl „der unmittelbaren Anwesenheit  auf der Baustelle“ besser vermitteln zu können, hieß es.

    So lautet die erste Strophe und der Refrain der Krim-Brücken-Hymne (aus dem Russischen übersetzt):

    Zwischen zwei Ufern, zwischen zwei Meeren,

    Fern von der Mutter daheim,
    das Schicksal macht‘s uns nicht leicht.
    Wir bau’n ‘ne Brücke auf die Krim für die Leut‘,
    damit sie sich nicht vom großen Land entfernen,
    dann kann jeder, der will, stets nach Hause fahren.
    Wer hier herkommt, dem können wir viel erzählen,
    alle arbeiten hier — und ich setze Stehlen.

    Ich schlage einen Pfeiler ein,
    Einen Pfeiler setz‘ ich ein,
    Bis zur Marke, bis er nicht weiter mag,
    Wenn‘s auch schwer geht, ‘s klappt nicht beim ersten Mal.
    Ich schlage einen Pfeiler ein,
    Einen Pfeiler setz‘ ich ein…

    (…)

    Auf der Baustelle sind Arbeiter im Einsatz, die z.B. die Infrastruktur für den APEC-Gipfel in Wladiwostok, die Universiade in Kasan sowie für die Olympischen Spiele in Sotschi errichtet hatten.

    Die Krim-Brücke mit einer geplanten Länge von 19 Kilometern gilt als eine der schwierigsten Bauprojekte in der Ingenieur-Praxis Russlands. Sie soll eine Direktverbindung zwischen dem russischen Festland und der Schwarzmeer-Halbinsel schaffen. Über die Brücke soll neben dem Auto- auch der Eisenbahnverkehr verlaufen. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant.

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    Tags:
    Brücke, Krim, Russland