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    Zum 108. Bandera-Geburtstag: Nationalisten ziehen mit Fackeln durch Kiew – VIDEO

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    Anlässlich des 108. Geburtstages des ukrainischen Nazi-Kollaborateurs und Kriegsverbrechers Stepan Bandera sind mehr als 1000 Anhänger der nationalistischen Partei Swoboda (zu Deutsch: Freiheit) am vergangenen Sonntag im Rahmen eines Fackelzuges durch die ukrainische Hauptstadt Kiew gezogen.

    Bandera (1909-1959) hatte an der Wiege der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) gestanden. Am 14. Oktober 1942 wurde die „Ukrainische Aufstandsarmee“ (UPA) auf Beschluss der OUN als deren Militärarm ins Leben gerufen. Die beiden Nationalistenorganisationen hatten im Zweiten Weltkrieg in der Westukraine zuerst gegen die Wehrmacht und dann gegen die Sowjetarmee und andere Staaten der Anti-Hitler-Koalition gekämpft.

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    Im Sommer 1943 richteten die Nationalisten ein Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung an (Massaker von Wolhynien). Selbst ukrainische Historiker gestehen heute die Zahl der polnischen Opfer ein: Bis Ende 1943 wurden 50.000 bis 60.000 Männer, Frauen und Kinder auf unvorstellbar grausame Weise umgebracht. Nach ukrainischer Zählung wurden 500, nach polnischen Schätzungen mehr als 1.150 polnische Dörfer zerstört. Sie verschwanden für immer von der Landkarte. Historiker schätzen die Gesamtzahl der Opfer auf 36.000 bis 100.000 ein.

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    Bandera wurde 1959 vor seinem Haus in München von einem KGB-Agenten getötet. Am 9. April 2015 hatte das ukrainische Parlament (Rada) in einem Gesetz die ehemaligen OUN- und UPA-Mitglieder als Unabhängigkeitskämpfer eingestuft und ihnen gesetzlich weite Sozialpräferenzen gewährt.

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    Tags:
    Fackelzug, Stepan Bandera, Kiew, Ukraine