04:07 18 November 2019
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    Exklusiv: Ministerpräsident a.D. Platzeck zur Maueröffnung 1989: "Müssen die das jetzt machen?"

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    DDR 1989 – Erst Feier zum 40. Jahrestag, dann "Mauerfall" und Untergang (94)
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    Matthias Platzeck wollte die DDR nicht stürzen, sondern verändern. Nach der Wende machte er Karriere bis hin zum Ministerpräsidenten und SPD-Vorsitzenden. Nun soll Platzeck im Namen der Bundesregierung die Feierlichkeiten zum Mauerfall- und Einheitsjubiläum organisieren. Im Exklusiv-Interview erinnert er sich an die historische Zeit vor 30 Jahren.

    - Herr Platzeck, Sie haben sich 1988 der DDR-Bürgerbewegung angeschlossen. Wollten Sie den Staat stürzen?

    - Wir haben ab Anfang, spätestens Mitte der 1980er Jahre sehr intensiv darüber diskutiert, ob es in unserem Land - es war ja unsere und auch meine, etwas missratene Heimat - eine Zukunft oder eine Perspektive gibt oder nicht. Es ging uns darum, wird in den nächsten 20-30 Jahren noch etwas möglich sein. Daran hat sich dann der Freundeskreis, nicht nur meiner, gespalten, weil ein Teil, und das tat weh, gesagt hat: "Wir sehen keine Perspektive." Damals kam es gerade auf, Reiseanträge zu stellen und Botschaften zu besetzten. Andere, dazu gehörte ich auch, sagten dann:" Nein. Auch als evangelischer Christ bin ich hier hergestellt und wir versuchen, hier etwas zu machen." Unsere Vorstellung, die dann immer mehr reifte, war, dieses Land DDR als DDR weltoffener, demokratischer, bunter, einfach lebenswerter und mit Zukunft versehen auszugestalten. Es gab damals keine echte und wirkliche Debatte, eine deutsch-deutsche Vereinigung anzustreben, sondern es ging darum, diesem Land einen deutlich anderen Drive zu geben. Das war unser Anliegen und unser Ansinnen.

    - Die Mehrzahl der Menschen sah das Ende 1989 anders.

    - Wenn man an die späteren Wahlplakate des Bündnis 90 denkt - "Artikel 23: Kein Anschluss unter dieser Nummer" - so dachten wir eher an einen dritten Weg. Es spielte zumindest der Gedanke eine Rolle, dass, wenn sich die beiden Deutschlands vereinigen, sie sich auf gleichberechtigter Ebene vereinigen. Artikel 146, wie wir ihn anstrebten, hieß ja nichts weiter, als eine neue Verfassung zu schreiben und eine gemeinsame Grundlage zu bauen. Das war aus heutiger Perspektive politisch schlicht naiv. Das war Wolkenkuckucksheim und ein bisschen Revolutionsromantik schwang da mit. Aber es hatte wenig mit den gesellschaftlichen Realitäten zu tun. Diese Realitäten haben sich spätestens am 18. März 1990 brachial Bahn gebrochen, als alles, was sich im weitesten Sinne "bürgerbewegt" nennen konnte, also die Bürgerbewegung selbst, die Grünen, die Frauenbewegung - zusammen bei den Volkskammerwahlen mit Mühe und Not auf fünf Prozent kamen. Spätestens da ist klar geworden, dass 95 Prozent der Menschen einen anderen Entwurf hatten. Das musste man als Demokrat akzeptieren. Diesen anderen Entwurf konnte man folgendermaßen zusammenfassen: das westdeutsche Modell sieht erfolgreich aus und das wollen wir 1:1 und das wollen wir schnell.

    - Drehen wir noch ein bisschen zurück. Der Sommer und Herbst '89. Die Demos in Leipzig und in Berlin – wie haben sie das empfunden?

    - Als einen großen Aufbruch. Wir hatten in Potsdam schon am 4. Oktober, also vor Leipzig, zum ersten Mal 3000 Menschen  zusammengehabt. Es war ein Donnerstagabend, den ich nie vergessen werde. Es war eine Stimmung, die kann man kaum beschreiben. Es war wirklich Aufbruchsstimmung. Am 7. Oktober hatten wir dann in Potsdam aus 24 Städten Umweltgruppen zusammengeholt zu einem großen DDR-weiten Umwelttreffen. Wir haben auch eine Resolution verabschiedet. Diese begann mit dem Satz: "In einem solchen Land wollen wir nicht länger leben." Diese Resolution ist uns in der Woche danach sogar von Zeitungen abgenommen worden und daran hat man gemerkt, dass sich etwas verändert. Es tut sich etwas.

    Es waren Wochen und Monate, die kann man heute kaum beschrieben, weil jeden Morgen, den man aufgewacht ist, war die Welt anders als am vergangenen Tag. Es war eine ereignisdichte, komprimierte Entwicklung, die man noch Wochen vorher für schlicht unvorstellbar gehalten hatte. 

    Wir saßen am zentralen Runden Tisch in Berlin Leuten gegenüber, die noch Wochen vorher erwogen hatten, ob man die Opposition nicht lieber verhaften sollte. Da musste man sich in den Hintern zwicken und sagen: "Nein, es findet statt. Es ist wahr, es ist wirklich Realität und nicht irgendein Traum." 

    - Besonders am 10. November, da war am Morgen die Welt eine völlig andere. Wie haben Sie die Nacht erlebt? 

    - Am 9. November haben wir abends gesessen und praktisch-technische Fragen besprochen, denn wir hatten für den 15. November in Potsdam eine große Kundgebung geplant. Dafür hatten wir einer schon resignierten Stadtverwaltung, die das eigentlich gar nicht durfte, das Fußballstadion abgetrotzt. Wir haben gesagt: "Wir brauchen das Fußballstadion in Potsdam, das Karl-Liebknecht-Stadion. Wir wollen eine große Kundgebung dort machen und ihr müsst uns das rausrücken." Da haben sie am Ende gesagt, dass das auch egal ist und wir können tun, was wir wollen. Wir saßen also an dem Abend, um technische Fragen zu besprechen - wie wird es beleuchtet, wie funktioniert der Einlass und was alles so bedacht werden muss. Dann kam im Verlaufe des Abend irgendjemand in den Raum und sagte: "Kinder, wenn ich die Zeichen richtig deute, dann geht heute oder morgen die Mauer auf." Da war in der Runde einen Augenblick lang Ruhe.

    - Das war nach der Pressekonferenz?

    - Das war nach der Pressekonferenz. Nach der Tagesschau sogar, so gegen 8 oder 9. Da hieß es, heute geht wahrscheinlich die Mauer auf. Da war an dem Tisch komplett Ruhe, da wir ja noch voll dabei waren, unsere Revolution weiterzuführen. Dann sagte einer: "Müssen die das jetzt machen?" Es war uns allen klar, dass da keine 10-15.000 Leute mehr zu der Kundgebung kommen, sondern die werden ganz woanders sein. Wir haben dann die Kundgebung auch noch gemacht und es war sehr schön, aber es waren eben nur 3000-4000 Leute da.

    - Sind Sie noch losgezogen die Nacht nach Berlin?

    - Wir sind, als wir fertig waren, an die Glienicker Brücke, weil wir mittlerweile aus der Bornholmer Straße gehört hatten, das sich etwas tut. Wir sind also ins Vorfeld der Glienicker Brücke, die war ja schon weit davor abgesperrt. Da waren DDR-Polizisten, während an der Glienicker Brücke selbst ja Sowjetsoldaten standen. So ein DDR-Polizist sagte uns dann im Brustton der Überzeugung, er hätte auch gehört, in Berlin sei irgendetwas nicht in Ordnung, aber wir könnten davon ausgehen, dass diese Brücke hier zubleibt. 12 Stunden später sind wir über diese Brücke nach Westberlin gegangen. So schnell war das damals.

    - Drei Monate später waren Sie  Regierungsmitglied. Sie mussten sich bestimmt erst einmal einen Anzug kaufen, oder?

    - Ich musste mir vor allem eine Krawatte besorgen von meinem Schwager. Ja, das hatte damals wirklich auch viel mit Zufällen zu tun. Es war auch manchmal die Frage, wer ist wo zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort.

    - Und wer ist noch sauber.

    - Ja, das spielte natürlich auch eine Rolle. Ich bin ja an den zentralen Runden Tisch gekommen für die Grüne Liga damals. Die hatten wir gerade gegründet als DDR-weite Umweltorganisation. Als Mitglied des Runden Tisches waren dann ein paar von uns im Januar 1990 nach Tutzing eingeladen worden. Das war gedacht als eine Art Schnellschulung, um Grundlagen zu schaffen. Da waren vorwiegend jüngere Leute aus der DDR, die man wahrscheinlich nach dem Motto ausgesucht hatte "Das könnten mal Politiker werden". Es war ja alles noch im Unklaren.

    Als Referenten waren unter anderem Hans-Dietrich Genscher und Willy Brandt angesagt, was  für mich natürlich phänomenal war. Man muss sich vorstellen - das alles im Verlauf weniger Wochen und dann sitzt man plötzlich Willy Brandt gegenüber. Und dann kam dort der Anruf aus Berlin, da wurde ich aus der Vorlesung rausgeholt an den Hoteltresen der Evangelischen Akademie. Damals gab es ja noch keine Funktelefone. "Berlin ist dran. Es scheint wichtig zu sein. Kommen sie mal ans Telefon", sagte die Dame. Ich bin rangegangen und dann fragten sie mich, ob ich zurück nach Berlin kommen kann, es ginge darum, dass ich Minister werden soll. Aber ich fand es traumhaft in Tutzing, war gerade erst angekommen und wollte die Leute erleben, also habe ich ein wenig rumgezickt und richtig wusste ich auch gar nicht, was es heißt, Minister zu werden. Dann hat mir ein ZDF-Korrespondent, der auch nur auf dieses Telefon wartete bis es frei wird, gesagt: "Leg mal den Hörer hin." Und dann sagte er mir:" Bei uns im Westen wartet man auf so einen Anruf dreißig Jahre. Du solltest einfach Ja sagen." Dann habe ich "Ja" gesagt und bin nach Berlin geflogen. Einen oder zwei Tag später sind wir dann in der Volkskammer vereidigt worden. Da hatte ich übrigens auch noch keinen Anzug, sondern nur einen Pullover an. Der Anzug kam erst später.

    - Sie waren dann weiterhin in der Volkskammer gewesen bis zum Ende der DDR, aber dann nicht mehr als Minister.

    - Die Regierung der nationalen Verantwortung von Hans Modrow ist ja dann abgelöst worden im April durch die ins Amt kommende Regierung von Lothar de Maiziere. Ich war parlamentarischer Geschäftsführer der Bürgerbewegungen, der "Bündnis 90"-Fraktion. Wir waren in die Opposition gegangen und mit uns war die einzige weitere Opposition die PDS. Das war schon verrückt. So saß ich in der Volkskammer, wie es der Zufall will, neben Gregor Gysi. Praktisch die beiden Antipoden der friedlichen Revolution, also alle versammelten Bürgerbewegungen und die SED-Nachfolger, waren die beiden einzigen, die in der Opposition waren und alle anderen waren in der Regierung. So habe ich auch Gregor Gysi gut kennengelernt, weil wir natürlich auch gemeinsam Dinge abgesprochen haben. Aber das war historisch schon eine spezielle Situation.

    - Es war eine Stimmung, die schnell kippte. Haben Sie auch eine Art Hass gespürt auf die DDR und wollten sie schnell loswerden?

    - Ich bin kein Mensch, der groß zu Hass fähig ist. Von daher war ich nicht mit Hass erfüllt, sondern ich habe unseren Oberen unter anderem Übel genommen, dass sie das Modell eines sozialistischen Weges komplett desavouiert haben. Dieser Gesellschaftsentwurf, diese Möglichkeit einer gesellschaftlichen Entwicklung ist durch die Realität, so wie sie ausgeübt und ins Leben gerufen wurde, letztlich tot gewesen. Damit war kein Staat mehr zu machen. Das fing ja schon 1953/1956  an, aber extensiv 1968, als der Prager Frühling nochmal den Versuch machte, einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz zu schaffen. Das ist dann in den 1970er/1980er Jahren mit hoher Geschwindigkeit vor die Wand gefahren worden. Darüber war ich schon sauer, weil ich glaube bis heute, dass wir immer noch weiter überlegen müssen, welche Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens wirklich eine zukunftsfähige ist - eine, die mit den Ressourcen sinnvoll umgeht, die die Menschenwürde anerkennt, die mit den menschlichen Möglichkeiten, die wir haben, so umgeht, dass keine verschwendet werden, es aber auch keine Ausbeutung gibt. Ich glaube, da haben wir noch nicht den Stein des Weisen gefunden.

    - Sie sind Vorsitzender der Kommission „30 Jahre Mauerfall und Deutsche Einheit“. Welche Fehler wurden bei der Einheit gemacht, auch gerade in Bezug auf die Ostdeutschen?

    - Kurz und knapp: Der Westen hatte gewonnen. Wenn man so etwas zu einem Gemeinwesen zusammenfügen will, ist man immer klug beraten, der kleineren, schwächeren, unterlegenen Gemeinschaft, damit sie sich später in der neuen, großen aufgehoben fühlt, Haltegriffe mitzugeben. Das heißt: Wer da aufgehen soll, muss das Gefühl haben, dass sein Dasein, sein Schaffen, sein Leben nicht umsonst gewesen ist, nicht nur Gaga oder Blödsinn. Das hieße, dass man die Strukturen des Ostens, der DDR mal hernimmt, vom ideologischen Ballast, der immer dabei war, mal entkleidet und sich anschaut, ob aus den Gebieten des Gesundheitswesens, der Kinderbetreuung, der Schulorganisation, des Verkehrs etc., ob es da nicht auch sinnvolle, strukturelle Entwicklungen gegeben hat, die man für die Entwicklung des großen Gemeinwesens dann auch verwenden kann. Das bringt nämlich dem kleineren Teil das Gefühl mit,  dass er auch etwas einbringt in diese Gemeinschaft. Er kommt nicht nackt. Dazu hatte man weder Geduld, noch die entsprechende Gefühlslage, weil man schon der Überzeugung war "Wir sind so gut, bei uns ist alles so perfekt", da müssen wir gar nicht darüber nachdenken, ob wir da etwas ändern müssten. Das hat dazu geführt, dass viele Ostdeutsche in ein Gemeinwesen kamen, wo sie gar nichts mitnehmen konnten. Keine Sozialtechnik, keine Struktur, nichts Gelerntes und sich zu 100 Prozent anpassen mussten. Es gibt ja den berühmten Spruch "Außer den vier Jahreszeiten ist nichts gleichgeblieben." Alles hatte sich geändert. Das ist keine gute Gefühlsausgangslage.

    Zweiter Punkt: Wir haben - Helmut Kohl vorne weg - diesen ganzen Prozess mit zu großen und zu vielen Hoffnungen belastet. Die Sprüche hießen "Keinem wird es schlechter gehen. Bald wird es blühende Landschaften geben." Die Realität aber war gewesen - der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk hat das gerade niedergeschrieben - dass für Hundertausende Ostdeutsche die erste Begegnung mit der demokratischen neuen Grundordnung das Arbeitsamt oder das Sozialamt gewesen ist. Auf solchen Ämtern schafft man keine Identität mit der Demokratie oder den neuen Systemen, sondern man schafft erstmal Frust. Das ist eine Starthypothek, die eine ausgesprochen schwierige ist und deren Folgen wir in Teilen zumindest noch heute wahrnehmen.

    Man muss sich einfach anschauen, dass in einem historisch unheimlich kurzem Zeitraum von nur dreißig Jahren auf Menschen mindestens drei Urereignisse niedergegangen sind. Da war einmal in den 1990er Jahren der große Umbruch, der ja für viele ein Zusammenbruch war, die Deindustrialisierung des Ostens. Als man sich mühsam erholt hatte, kam 2008 die Wirtschafts- und Finanzkrise, die das Gefühl, das sich schon  ausgebildet hatte, dass der Staat etwas nicht im Griff hat, es war ja die Krise des entfesselten Finanzkapitalismus,  dieses Gefühl hatte sich dann verstärkt, da auch politisch nicht interessierte Menschen gemerkt haben, dass die Staaten all ihre finanzielle Kraft aufbieten müssen, um dieser Krise überhaupt Herr zu werden. Als man sich davon erholte, was schon viel war für eine Generation, kam die Flüchtlings- und Migrationskrise. Das Gefühl, dass sich ausgebildet hatte, dass der Staat etwas nicht im Griff hatte, er beschützt mich nicht und sichert mich nicht, das hat dreimal Nahrung bekommen. Wenn man dann noch dazu nimmt, dass im selben Zeitraum 1,2 Millionen fitte, junge Menschen im Saldo den Osten verlassen haben, die Gesellschaft hier also quasi zwangsgealtert ist, indem so viele junge Leute weggegangen sind. Wenn man das alles zusammen nimmt, dann ist das für eine Generation ein unheimlich dichtes Paket.

    Dann darf man sich nicht wundern, wenn da Unsicherheit, Verletzung und manchmal auch Frust bleiben.

    Matthias Platzeck (65) schloss 1979 die Technische Hochschule Ilmenau als Diplomingenieur für biomedizinische Kybernetik ab. Von 1982 bis 1990 war er Abteilungsleiter Umwelthygiene bei der Hygieneinspektion Potsdam. In der Endphase der DDR setzte er sich als Umwelthygieniker zunächst mit der Grünen Liga für den Umweltschutz ein, bevor er 1990 als parteiloser Vertreter der Grünen Partei in der DDR in die Regierung Modrow aufgenommen und danach in die freie und letzte Volkskammer gewählt wurde, wo er der aus zwei Parteien bestehenden Fraktion Bündnis 90/Grüne angehörte. Nach der deutschen Wiedervereinigung trat Platzeck der bürgerlichen Partei Bündnis 90 bei und wurde in der Koalitionsregierung von Manfred Stolpe von November 1990 bis November 1998 Umweltminister des Landes Brandenburg. Nach seiner Ablehnung gegenüber der Fusion von Bündnis 90 und Die Grünen im Jahr 1993 war er Mitbegründer des Bürgerbündnisses Freier Wähler und zunächst wieder parteilos, ehe er als Minister in einer SPD-Alleinregierung 1995 in die SPD eintrat. Von November 1998 bis Juni 2002 war Platzeck Oberbürgermeister von Potsdam. Am 26. Juni 2002 wurde er als Nachfolger Manfred Stolpes zum Ministerpräsidenten von Brandenburg gewählt. Schon seit Juli 2000 war er Landesvorsitzender der SPD Brandenburg gewesen. Vom 15. November 2005 bis zum 10. April 2006 war er zudem Bundesvorsitzender der SPD. Nach zwei Wiederwahlen 2004 und 2009 trat Platzeck aus gesundheitlichen Gründen am 26. August 2013 als SPD-Landesvorsitzender und am 28. August 2013 als Ministerpräsident zurück. Seit 2014 ist er Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums. 2019/2020 ist Platzeck Vorsitzender der Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“.

    Themen:
    DDR 1989 – Erst Feier zum 40. Jahrestag, dann "Mauerfall" und Untergang (94)
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    Russland, Deutschland, Brandenburg, DDR, Matthias Platzeck, 30 Jahre Mauerfall
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