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00:49 20 August 2019
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    Umfrage: Mehrheit der Russen gegen Zugriff des Staates auf personenbezogene Daten

    © Sputnik / Maxim Bogodvid
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    Mehr als die Hälfte der Russen will nicht, dass der Staat Zugriff auf private Daten und auf privaten E-Mail-Verkehr bekommt, zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungszentrums „Öffentliche Meinung“.

    58 Prozent der Befragten haben mit „Nein“ auf die Frage geantwortet, ob personenbezogene Daten und privater Schriftverkehr in sozialen Netzwerken oder private E-Mails für den Staat zugänglich gemacht werden sollten. 27 Prozent halten den Zugriff des Staates auf Privatdaten für zulässig; 17 Prozent konnten keine eindeutige Antwort geben.


    Die, die dem Staat den Zugriff auf ihre persönlichen Daten verweigern, sehen das als Verletzung der Menschenrechte und als Eindringen in ihr Privatleben an.


    Dabei haben 51 Prozent der Internetbenutzer gesagt, dass staatliche Organe doch von Zeit zu Zeit private Informationen der Benutzer einsehen.


    Am 1. September letzten Jahres ist ein Gesetz über die Speicherung von privaten Daten in Kraft getreten, das die Internetanbieter dazu verpflichtet, private Informationen von Russen auf inländischen Servern zu speichern. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte dieses Gesetz noch am 31. Dezember 2014 unterzeichnet.


    Ursprünglich sollte das Gesetz über personenbezogene Daten am 1. September 2016 in Kraft treten. Die Abgeordneten beschlossen jedoch, dies zu beschleunigen: Der Gesetzentwurf, nach dem die neue Regelung geltend wird, ist am 17. Dezember in der Staatsduma gleich in zwei Lesungen beraten worden.

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    Tags:
    Staat, Zugriff, Datenschutz, Internet, Forschungsinstitut „Öffentliche Meinung, Russland