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    Ukraine und Russland sollten keine Konkurrenten, sondern Partner auf dem Raumraketen-Markt sein

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    MOSKAU, 23. Mai (RIA Nowosti). Die Ukraine möchte in Russland keinen harten Konkurrenten auf dem Raumraketen-Markt sehen und hofft auf eine Entwicklung der Zusammenarbeit. Das betonte der Erste Vizepremier der ukrainischen Regierung, Anatoli Kinach, am Montag bei einem Treffen mit führenden Industriellen und Unternehmern Russlands.

    "Wir möchten in Russland einen zuverlässigen Geschäftspartner in diesem Bereich sehen", betonte Kinach.

    Der Erste Vizepremier ist der Ansicht, dass Russland und die Ukraine die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt festigen und entwickeln müssen. Als Beispiel für eine fruchtbringende Kooperation nannte Kinach den gemeinsamen russisch-ukrainischen Bau eines Raumbahnhofs in Brasilien.

    Wie der ukrainische Vizepremier weiter mitteilte, wurde der Beschluss "über die Integration des Flugzeugbaus der Ukraine" gefasst. "In der ersten Etappe soll es sich um die Vereinigung des wissenschaftlichen, technischen, Konstruktions- und Produktionspotentials des ukrainischen Flugzeugbaus handeln. In der zweiten Etappe können wir von der Integration auf transnationaler Ebene, darunter auch mit Russland, sprechen", sagte Kinach.

    "Es geht um Absatzmärkte, und wir müssen unsere Anstrengungen vereinen, um darauf arbeiten zu können", sagte der Erste Vizepremier zur Integration mit Russland im Flugzeugbau.

    Kinach informierte ferner, dass die zuständigen Ministerien und Ämter der Ukraine den Abschluss eines neuen russisch-ukrainischen Abkommens über die Lieferung ukrainischer Rohre nach Russland erörtern.

    Ein gleichartiges Abkommen zwischen Russland und der Ukraine war bereits bis 31. Dezember 2004 gültig.

    "Ich werde mir Mühe geben, die Unterzeichnung des neuen Abkommens zu beschleunigen, denn wir sind genauso stark daran interessiert, wie die russische Seite", sagte Kinach.

    "Der Fonds für die Entwicklung der Rohrindustrie Russlands plant mittlerweile, die Einleitung spezieller Schutzmaßnahmen in Form von zeitweiligen vorläufigen Importzöllen auf Großrohre (von 508 bis 1420 mm) aus ukrainischer Produktion zu beschleunigen.

    Die Produktion und Verladung von Stahlrohren durch die russischen Hersteller im Januar/Februar 2005 ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 um neun Prozent zurückgegangen. Die negative Dynamik in der Entwicklung der Rohrindustrie Russlands ist vor dem Hintergrund des gewachsenen Imports ukrainischer Rohrerzeugnisse zu beobachten. Nach Angaben des Fonds für die Entwicklung der Rohrindustrie hat das Rohrwerk Charzyssk seine Lieferungen im Januar/Februar 2005 um 17 Prozent und das Werk "Niko-Tjub" um 49 Prozent erhöht. Gestiegen sind auch die Lieferungen weiterer ukrainischer Großbetriebe.

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