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    Wirtschaftsministerium korrigiert Ölpreisprognose für 2005 nach oben

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    MOSKAU, 30. Mai (RIA Nowosti). Russlands Wirtschaftsministerium hat die Prognose des Ölpreises im Jahresdurchschnitt von 39 auf 43 US-Dollar pro Barrel angehoben.

    Dies teilte Andrej Klepatsch, Direktor des Departements Makroökonomische Prognose des Wirtschaftsministeriums, mit.

    „Wir prognostizieren für 2005 einen Durchschnittspreis von 43 Dollar für ein Barrel gegenüber den ursprünglichen 39 Dollar", sagte Klepatsch. Das sei ein konservatives Szenario, das Preisschwankungen von acht Dollar zulasse.

    Von Januar bis einschließlich Mai lag der durchschnittliche Preis bei 44 Dollar pro Barrel. „Wir gehen von einem Rückgang der Ölpreise im kommenden Jahr aus und planen einen Durchschnittspreis von 35 Dollar für ein Barrel ein", sagte Klepatsch.

    Zugleich setzt sich das Wirtschaftsministerium für eine Senkung der Steuerlast auf den Ölsektor ein, teilte er mit. Sein Ministerium und die anderen zuständigen Behörden seien beauftragt worden, Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im Ölsektor auszuarbeiten. In diesem Zusammenhang werde auch eine Reduzierung der Steuerlast erwogen, die jedoch noch nicht vereinbart sei.

    „Die Steuern müssen gesenkt werden. Aber die Gewinne der Ölfirmen reichen ohnehin aus, um die Investitionen zu erhöhen", stellte Klepatsch fest.

    Bis 2007 solle auch die Steuer auf die Förderung von Bodenschätzen korrigiert werden, äußerte Klepatsch. „Es wird vorgeschlagen, diese Steuer auf dem Binnenmarkt nicht mehr an den Weltpreis zu binden."

    Diese Maßnahmen zielen, so Klepatsch, darauf ab, die Ölgewinnung und -ausfuhr, auf die noch immer das BIP-Wachstum angewiesen ist, mittelfristig zu steigern. Neben der Steuerreduzierung wolle man andere Anreizmittel einsetzen, um der Ölproduktion, der Erschließung neuer Vorkommen und dem Bau neuer Exportleitungen, in erster Linie der Östlichen und der Nördlicher Pipeline, neue Impulse zu geben.

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