16:41 18 Oktober 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Bankkonten „bestimmter Personen" werden auf gesetzlicher Grundlage kontrolliert

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 3 0 0
    MOSKAU, 30. Mai (RIA Nowosti). In der russischen Gesetzgebung kann eine Norm erscheinen, welche die Kontrolle über die Konten bestimmter Personen vorsieht.

    „Unter neuen Normen, die in der russischen Gesetzgebung erscheinen können, ist eine zu nennen, die es gestattet, Geldoperationen zu unterbinden, wenn der Verdacht besteht, dass sie der Geldwäsche dienen, sowie eine weitere, die eine Kontrolle über die Konten bestimmter Personen ermöglicht", erklärte Viktor Subkow, Leiter des Föderalen Dienstes für Finanzmonitoring (russ. Abk.: Rosfinmonitoring - russisches Analogon der FATF, internationale Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Geldwäsche). Subkow sprach am Montag auf der Konferenz „Aktuelle Trends bei der Bekämpfung von Geldwäsche in der Welt und die russische Gesetzgebung".

    Weiter teilte Subkow mit, dass Rosfinmonitoring 18 gemeinsame internationale Untersuchungen durchführt.

    Außerdem sieht die bevorstehende Ratifizierung der UNO-Konvention zur Bekämpfung der Korruption vor, so der Rosfinmonitoring-Leiter, dass Regeln zur Identifizierung von Kunden und Begünstigten bei Geldoperationen eingeführt werden. Die Konvention sieht auch Maßnahmen zur verstärkten Bekämpfung der Korruption im Privatsektor vor.

    „Offensichtlich erfordert die Ratifizierung der Konvention Änderungen an der Gesetzgebung, vor allem am Strafgesetzbuch", betonte Subkow.

    In den fünf Monaten des laufenden Jahres richtete Rosfinmonitoring 680 Informationen über zweifelhafte Operationen in Höhe von 110 Milliarden Rubeln an die Rechtsschutzorgane.

    Subkow zufolge sei das nach dem Umfang zweimal mehr als in der gleichen Zeitspanne 2004 und nach der Summe dreimal mehr. Rosfinmonitoring bekommt in diesem Jahr 12 000 bis 14 000 Informationen täglich, während es 2004 nur 5000 bis 6000 Informationen täglich waren.

    Der Rosfinmonitoring-Leiter erinnerte daran, dass im Jahre 2004 3260 Finanzuntersuchungen durchgeführt wurden. Aufgrund der Ergebnisse wurden bereits Gerichtsurteile gefällt. „Nicht sehr viele, insgesamt sechs. Aber es geht um grobe Verletzungen von Gesetzen und um eine große Summe", betonte Subkow.

    „In diesem Jahr wurde bereits eine Reihe von Gerichtsprozessen aufgrund unserer Materialien angestrengt. In einem Strafverfahren wurde der Angeklagte zu 12 Jahren Freiheitsentzug verurteilt, was ein ernstzunehmendes Urteil im Fall von Geldwäsche ist", teilte Subkow mit.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren