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    "Wedomosti": Mehr als Hälfte vom Flüssiggas des Projekts Sachalin-2 wird nach Japan exportiert

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Nowosti). Das Unternehmen Sakhalin Energy (SE), Betreiber des Projekts Sachalin-2, hat ein weiteres langfristiges Abkommen über Flüssiggaslieferungen geschlossen. Das Unternehmen fand Abnehmer für 70 Prozent seines Produkts, von dem mehr als die Hälfte nach Japan gehen wird, berichtet die Tageszeitung „Wedomosti" am Dienstag.

    Am Montag gab SE den Abschluss eines Abkommens mit der Gesellschaft Hiroshima Gas Co Ltd. über Flüssiggaslieferungen von 210 000 Tonnen im Jahr im Laufe von 20 Jahren bekannt. Die Gaslieferungen sollen 2008 beginnen. Für den Transport will die japanische Gesellschaft ein neues eigenes eisgängiges Schiff mit einer Tragfähigkeit von 20 000 Kubikmetern einsetzen.

    Es ist bereits das fünfte Abkommen über Flüssiggaslieferungen an Japan. Zuvor wurden Verträge mit Tokyo Gas (1,1 Millionen Tonnen im Laufe von 24 Jahren), Kyushu Electric (0,5 Millionen Tonnen im Jahr im Laufe von 22 Jahren ab 2009), Toho Gas (0,3 Millionen Tonnen im Jahr im Laufe von 24 Jahren ab 2010) und Tokyo Electric (1,5 Millionen Tonnen im Jahr im Laufe von 22 Jahren) geschlossen. Außerdem wurde mit Shell Eastern Trading ein Vertrag über die Lieferung von 1,6 Millionen Tonnen Flüssiggas im Jahr im Laufe von 20 Jahren nach Mexiko und mit der koreanischen Gesellschaft Kogas über die Lieferung von 1,5 Millionen Tonnen im Jahr ab 2008 unterzeichnet. Auch das taiwanesische Staatsunternehmen Chinese Petroleum Corp. erwägt Möglichkeiten für Flüssiggaslieferungen aus Sachalin im Interesse einer Diversifizierung seiner Quellen.

    Sergej Suwerow, Leiter des Zentrums für Analyse der Marktkonjunktur der Gasprombank, zweifelt nicht daran, dass SE Abnehmer für das gesamte Flüssiggas finden wird, weil die Nachfrage danach ständig wächst. Zwar wird der japanische Markt für dieses Gas in nächster Zeit dominieren, er wächst aber zu langsam, während die Konkurrenz auf diesem Markt sehr hoch ist, stellt der Experte fest. In diesem Zusammenhang vertritt er die Auffassung, dass die Teilnehmer des Sachalin-2-Projekts in Zukunft den sich dynamisch entwickelnden Märkten der USA und Chinas mehr Aufmerksamkeit schenken sollten.

    Die gesamten förderbaren Vorräte der Lagerstätten, die im Rahmen des Sachalin-2-Projekts abgebaut werden, belaufen sich auf 150 Millionen Tonnen Öl und 500 Milliarden Kubikmeter Gas.

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