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    "Kompanija": iRu wird Spitzenreiter des russischen Notebook-Markts

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    MOSKAU, 31. Mai (RIA Nowosti). Innerhalb von drei Jahren ist es dem Unternehmen iRu gelungen, zum Spitzenreiter des russischen Notebook-Markts zu werden. Das Unternehmen Rover Computers, das 2002 die Spitzenposition übernommen hatte, wurde sichtbar verdrängt. Nun muss iRu mit einem wesentlich gefährlicheren Gegner konkurrieren - den asiatischen Computerherstellern, berichtet die Wochenzeitschrift „Kompanija".

    Die obersten Machtorgane werden zwar kaum zu Kunden des Unternehmens (Russlands Regierung bleibt der Marke Vaio von Sony treu). Was aber die Eroberung von Sympathien einfacher russischer Bürger anbelangt, so sieht es hier für iRu wesentlich besser aus.

    Laut unterschiedlichen Schätzungen beläuft sich der jetzige Umsatz der Holding auf 600 000 bis zu einer Milliarde Dollar im Jahr. Die Differenz lässt sich dadurch erklären, dass ein wesentlicher Teil der Erzeugnisse über „graue Kanäle" nach Russland geliefert wird. Das Unternehmen bestellt Zulieferteile in Südostasien und baut die Notebooks in Moskau zusammen. Die Gesellschaft iRu gibt nicht bekannt, in welcher konkreten Fabrik die Montage erfolgt. Das Format des Projekts war riskant. Erstens: Die Initiatoren wollten an der ganzen Front - von den Notebooks der economy-Klasse bis zu den hochleistungsfähigen - mit westlichen Marken konkurrieren. Der zweite kühne Schritt war die Wahl der Handelsmarke, die Assoziationen mit dem russischen Hersteller hervorruft. Wie Vertreter der Gesellschaft erklären, könnte der Firmenname für „I am Russian" oder für „Intelligence of Russia" stehen. Der größte russische Konkurrent von iRu, die Gesellschaft Rover Computers, war bemüht, mehrere Segmente zu erfassen - Notebooks, Computer, Monitore usw. In Erwiderung darauf konzentrierte iRu alle Werbebemühungen ausschließlich auf den Notebook-Sektor.

    2002 wurden 2700 und 2003 bereits 27 000 Notebooks verkauft. Mit dem Absatz von 91 000 Notebooks 2004 übernahm das Unternehmen 15,5 Prozent des russischen Markts. Damit wurde die Hauptaufgabe - einen Teil der Kundschaft bei Rover Computers abzuwerben - erledigt.

    Das Unternehmen iRu verfolgt aufmerksam Schritte ihrer wahrscheinlichen Rivalen. Am Anfang dieses Prozesses waren Rover mit 24 Prozent und Toshiba mit 21 Prozent die unbestreitbaren Spitzenreiter. Laut Prognosen von Analytikern könnten 2005 bis zu einer Million Notebooks verkauft werden. Die Kräftekonstellation verändert sich inzwischen: iRu und Rover haben jeweils 15 Prozent des Marktes, während Asustek mit 12 Prozent Toshiba (13,3 Prozent) nahezu aufgeholt hat.

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