17:57 19 Januar 2017
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    Yukos-Tochter beendet Förderarbeiten

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    KRASNOJARSK, 31. Mai (RIA Nowosti). Ein Tochterunternehmen von Yukos hat den Abbau des Erdöl- und Gasvorkommens Jurubtscheno-Tochomskoje eingestellt. Auch das Bauprojekt einer Ölpipeline bis zur Station Karabula ist gefährdet.

    Die Situation beim Abbau der Lagerstätte sei kritisch, erklärte der Gouverneur der Region Krasnojarsk, Alexander Chloponin, auf einer Pressekonferenz nach einer Tagung des Gouverneursrates.

    Vor rund eineinhalb Monaten hatte der Gouverneur des Autonomen Bezirks der Ewenken, Boris Solotarjow, mitgeteilt, dass die Ostsibirische Öl- und Gasfirma WSNK AG, die sich mit dem Abbau dieser Lagerstätte beschäftigte, zum Verkauf angeboten worden war. Mehr als 70 Prozent der Anteile an WSNK gehören dem Ölkonzern Yukos, der den Verkauf offiziell noch nicht bestätigt hat.

    „Für Ewenkien ist das Vorkommen Jurubtscheno-Tochomskoje lebenswichtig. Wenn wir von dort kein Öl für die Heizsaison bekommen, müssen wir doppelt bis dreifach bezahlen, um Heizöl vom Festland zu erhalten", sagte der Gouverneur von Ewenkien auf der Pressekonferenz.

    Wegen der Einstellung des Abbaus der Lagerstätte hätten ihm zufolge bereits 400 Menschen ihre Arbeit verloren.

    „Ich habe bereits an den Minister für Naturressourcen einen Brief mit der Bitte geschickt, sich einzumischen, damit das Projekt wieder aufgenommen wird", sagte Solotarjow.

    Wie Chloponin sagte, habe die Verwaltung der Region Krasnojarsk diesbezüglich an die Föderationsregierung in Moskau appelliert und wolle auch Wirtschaftsminister German Gref persönlich ansprechen, wenn dieser Ende Juni zu einem Besuch nach Krasnojarsk kommt.

    „Wir sind an einer Einbindung von Gasprom in das Projekt interessiert. Entsprechende Verhandlungen werden bereits mit Gasprom-Chef Miller geführt. Dennoch wurde bisher keine Entscheidung über diese Lagerstätte getroffen", sagte der Gouverneur von Krasnojarsk.

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