11:20 19 Oktober 2017
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    Nach der Verurteilung Chodorkowskis gingen die Yukos-Aktien zuerst nach oben und dann nach unten

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    MOSKAU, 31. Mai - RIA Nowosti. Die Aktien von Yukos stiegen nach der Verurteilung Chodorkowskis um 6 Prozent, gingen aber darauf wieder etwas zurück.

    Wie der Leiter der Abteilung Verkauf bei der Investmentgesellschaft Prospekt, Anton Kaschtanow, der RIA Nowosti erläuterte, sanken die Marktpreise zuvor in Erwartung des Urteils, und nun beginnen sie zu wachsen.

    Die erste Reaktion des Marktes auf Chodorkowskis Verurteilung war ein Abfall der Notierungen, und die Yukos-Aktien, die rund 15,3 Rubel (1 Dollar entspricht 28,09 Rubel) kosteten, verloren etwa 15 Kopeken. Darauf begann ein Zuwachs, und die Papiere der Erdölgesellschaft stiegen im Preis von 15 auf 16,2 Rubel. Darauf sank der Preis bis auf 15,9 Rubel, um sich bei diesem Wert vorläufig zu stabilisieren.

    Der Trader der Investmentgesellschaft Metropol Nikolaj Kirjuschkin erklärt den Anstieg der Yukos-Aktien mit der Schließung der kurzen Positionen und charakterisiert ihn als „kurz-spekulativ".

    „Das Wachstum hängt damit zusammen, dass 10 Jahre Freiheitsentzug gleichsam im Aktienpreis schon mit eingeschlossen waren, weshalb viele auf dem Markt daran gingen, ihre kurzen Positionen zu schließen", sagte Kirjuschkin.

    „Das sind Spekulationen reinen Wassers", stimmt ihm Konstantin Guljajew, Analytiker der Unternehmensgruppe Region, zu.

    Er fügte noch hinzu: Nachdem der Gerichtsentscheid über den Fall Yukos bekannt geworden sei, habe sich die Aktivität auf dem gesamten Markt beträchtlich erhöht.

    Nach Ansicht des Vertreters der Gruppe Region bedeute die Urteilsverkündung im Fall der ehemaligen Führung der Erdölgesellschaft für den Markt, dass „die Unannehmlichkeiten der Gesellschaft aufhören können".

    „Die Trader sagen, das Damoklesschwert, das über dem Markt schwebte, sei jetzt weg", meinte Guljajew. „Für den Markt ist das eher positiv als negativ", fügte der Analytiker hinzu.

    Kirjuschkin seinerseits meint, der Markt brauche Zeit, „um die heutigen Ereignisse zu überdenken".

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