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    Russland und USA stellen Fortschritte beim Dialog im Energie- und im Kommerzbereich fest

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    MOSKAU, 01. Juni (RIA Nowosti). Der Minister für Industrie und Energiewirtschaft Russlands und der USA-Handelsminister stellen Fortschritte im Dialog zwischen beiden Ländern zu Energie- und Kommerzfragen fest. Das geht aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für Industrie und Energiewirtschaft Russlands hervor, die nach Abschluss der Verhandlungen zwischen Viktor Christenko und Carlos Gutierrez am Mittwoch verbreitet wurde.

    Die Seiten erörterten unter anderem eine mögliche Beteiligung ausländischer Unternehmen und Investoren an russischen Projekten für Eisenbahntransport sowie für die Produktion von Landmaschinen und Holzverarbeitungstechnik.

    „Die Minister haben den Chefunterhändlern im Kommerziellen Dialog, der USA-Handelskammer und dem Russischen Industriellen- und Unternehmerverband empfohlen, während der bevorstehenden Sitzung der Arbeitsgruppe für Energiewirtschaft am 9. und 10. Juni in Washington die Empfehlungen zu aktualisieren, die beim letzten Treffen im September 2003 ausgearbeitet wurden, und die Veränderungen im normativ-rechtlichen Feld in Russland zu analysieren", heißt es in der Mitteilung.

    Beide Minister haben im Rahmen des Energiedialogs Russland-USA die Problematik des Baus der Nördlichen Rohrleitung, der Leitung der Entwicklung des Kaspischen Rohrleitungskonsortiums (KTK) und des Exports von verflüssigtem Erdgas ausführlich erörtert.

    Zum KTK sagte Christenko, dass Russland in diesem Projekt ein Minderheitsaktionär sei und von einer entsprechenden Arbeitslogik ausgehe, indem es sich vor allem auf die eigenen unternehmerischen Interessen stützt. Der Minister betonte, dass das KTK momentan in eine Phase getreten ist, da „die exklusiven Rechte der fördernden Gesellschaften durch gleiche Rechte für alle Aktionäre ersetzt werden müssen".

    Das Projekt für die Nördliche Rohrleitung werde von der russischen Seite als Beginn „einer umfangreichen Arbeit zur Erdölförderung, die auf den amerikanischen Markt orientiert ist", gewertet, fuhr der russische Minister fort. Das Ministerium für Industrie und Energiewirtschaft wird demnächst mit den Projektierungsarbeiten zu dieser Route beginnen. Christenko versicherte hierbei: „Bei diesen Schritten zum amerikanischen Markt werden wir uns Mühe geben, die bereits bestehenden europäischen Segmente beizubehalten."

    Das Kaspische Rohrleitungskonsortium (KTK) wurde 1992 von den Regierungen Kasachstans, Omans und Russlands für den Bau und den Betrieb einer 1 580 Kilometer langen Exportölleitung vom Vorkommen Tengis in Kasachstan bis zum russischen Hafen Noworossijsk an der Schwarzmeer-Küste gegründet.

    Das maximale Durchlassvermögen der Rohrleitung beträgt 67 Millionen Tonnen Erdöl im Jahr. Russland hat einen Anteil von 24 Prozent an dem Konsortium, weitere 19 Prozent gehören Kasachstan und sieben Prozent Oman. Die restlichen 50 Prozent der Aktien sind unter den amerikanischen Unternehmen Chevron (15 Prozent), Mobil Oil (7,5 Prozent) und Oryx (1,75 Prozent) sowie unter dem russisch-amerikanischen Gemeinschaftsunternehmen LUKArco (12,5 Prozent), dem russisch-britischen Gemeinschaftsunternehmen Rosneft-Shell Caspian Ventures (7,5 Prozent), dem britischen Britisch Gas (2 Prozent), dem italienischen Agip (2 Prozent) und der kasachischen Kazakhstan Pipeline (1,75 Prozent) verteilt.

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