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    Russland könnte für die Registrierung von Firmenholdings attraktiv werden

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    MOSKAU, 01. Juni (RIA Nowosti). Russland könnte für die Registrierung von Firmenholdings attraktiv werden, erklärte der stellvertretende Finanzminister Russlands, Sergej Schatalow, auf der Konferenz des Industriellen- und Unternehmerverbandes zu Fragen der Steuerreform.

    „Wir sollten die Besteuerung des Gewinns von dem Standpunkt aus überprüfen, dass Russland die einzigartige Chance bekommt, Holdings anzusiedeln", sagte Schatalow.

    Der stellvertretende Minister erinnerte daran, dass Russland mit etwa 80 Staaten Abkommen über die Vermeidung einer Doppelbesteuerung abgeschlossen hat. Dessen sollte man sich seiner Meinung nach bedienen, um attraktive Bedingungen für die Ansiedlung von Firmenholdings in Russland zu schaffen.

    In seiner Budgetbotschaft an die Föderationsversammlung hatte der Präsident in der vergangenen Woche die Aufgabe gestellt, die Besteuerung des Gewinns aus Investitionen in Tochterunternehmen von juristischen Personen zu überprüfen. In den meisten Ländern werden diese Gewinne nicht versteuert, während sie in Russland der Besteuerung unterliegen.

    Gleichzeitig stellte Schatalow fest, dass es notwendig sei, eine ganze Reihe von Fragen zu lösen, um diese Steuer aufzuheben. Es müssten die „vom Ausland kontrollierten Unternehmen" als wirtschaftliches Institut begründet werden, stellte er fest. „Das sind sehr gewichtige und anspruchsvolle Projekte, doch wir müssen anfangen, daran zu arbeiten", fasste Schatalow zusammen.

    Der Beamte teilte ferner mit, dass das Finanzministerium auch weiterhin an einem Gesetzentwurf über Transferpreisbildungen arbeitet, und zwar im Dialog mit der Geschäftswelt. Er nannte die Grundprinzipien, von denen sich die Transferpreisbildung leiten lassen müsse: „Geschäfte müssen zu einem fairen Marktpreis abgeschlossen werden, und der Steuerzahler muss die riskanten Momente kennen, bei denen er sich Vorwürfe aussetzen würde. Die Liste der Anforderungen muss definiert und formalisiert sein, und die Prozedur hat den Kriterien von Transparenz und Klarheit zu folgen", sagte Schatalow.

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