11:19 19 Oktober 2017
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    Die Mehrwertsteuer wird voraussichtlich erst in drei Jahren reduziert

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    MOSKAU, 01. Juni (RIA Nowosti). Der Finanzminister Russlands, Alexej Kudrin, weist den Gedanken einer Reduzierung der Mehrwertsteuer nicht zurück.

    „An dieser Aufgabe muss noch gearbeitet werden", erklärte Alexej Kudrin auf der Konferenz des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes zum Thema „Steuerreform: Analyse und Perspektiven".

    Gleichzeitig unterstrich der Minister, dass eine Entscheidung über die Senkung der Mehrwertsteuer innerhalb der nächsten drei Jahre in der gegenwärtigen Etappe noch nicht gefällt wurde. Er erläuterte, dass in den kommenden Jahren in erster Linie über die Qualität der Steuererhebung nachgedacht werden müsse.

    „Zum heutigen Tag würde ich die Frage der Steuererhebung in den Vordergrund stellen", unterstrich Kudrin.

    In seiner Haushaltsbotschaft an die Föderationsversammlung hatte der Präsident Russlands, Wladimir Putin, die Aufgabe gestellt, die Mehrwertsteuer in einer mittelfristigen Perspektive zu senken und zu vereinheitlichen.

    „Ich meine, das Problem der Reduzierung des Basissatzes der Mehrwertsteuer und seiner Vereinheitlichung bleibt nach wie vor aktuell", heißt es in der Botschaft des Präsidenten.

    Auf die Möglichkeit einer Reduzierung der Mehrwertsteuer eingehend, erinnerte der Leiter der Expertenverwaltung des Präsidenten, Arkadi Dworkowitsch, daran, dass gegenwärtig zwei grundlegende Varianten zur Diskussion stehen: eine Reduzierung von gegenwärtig 18 Prozent auf 13 Prozent oder aber eine Senkung auf 15 - 16 Prozent bei Aufhebung der Präferenzen bei einigen Waren wie Grundnahrungsmittel, Medikamente, Kindernahrung und Zeitungen. „Es gibt allerlei Übergangsvarianten. Dieses Thema bedarf zusätzlicher Erörterungen", sagte Dworkowitsch. „Die Aufgabe (einer Reduzierung der Mehrwertsteuer) ist als eine perspektivische gestellt, die einer Lösung bedarf".

    Dworkowitsch selbst hält die Vereinheitlichung der Mehrwertsteuer für erforderlich. Der gegenwärtig geltende Vorzugssatz von 10 Prozent führt zu Missbrauch, stellte er fest.

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