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    Russischer Turbinenbauer Silowye Maschiny wird für 2004 keine Dividende ausschütten

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    MOSKAU, 01. Juni (RIA Nowosti). Der größte russische Turbinenbauer Silowyje Maschiny wird für das Jahr 2004 keine Dividende ausschütten. Der Gesamtgewinn, über den das Unternehmen verfügt, wird in die eigene Entwicklung reinvestiert, entschieden die Aktionäre in ihrer Jahreshauptversammlung am Mittwoch. Das betreffe in erster Linie die technische Umrüstung und die Modernisierung der Produktion, hieß es.

    In der Versammlung wurden der Jahresbericht und die Jahresbilanz für 2004 bestätigt wie auch der achtköpfige Aufsichtsrat gewählt.

    Silowye Maschiny baut Ausrüstungen für Wasser-, Wärme-, Gas- und Atomkraftwerke, für die Übertragung und Verteilung von Strom sowie Transport- und Eisenbahnausrüstungen. Zu dem Konzern gehören das Leningrader Metallwerk (St. Petersburg), der Betrieb Elektrosila, ein Betrieb für die Herstellung von Turbinenschaufeln, die Forschungs-Produktionsvereinigung ZKTI „Polsunow"; das Turbinenwerk Kaluga und das Absatzunternehmen Energomashexport. Ausrüstungen des Konzerns sind in 87 Ländern im Einsatz.

    Im April 2005 hatte das Kartellamt der deutschen Siemens AG den Erwerb einer Kontrollmehrheit an Silowye Maschiny verweigert, weil sich die Zivil- und die Militärsparte bei Silowye Maschiny kaum entflechten ließen. Die Ausgliederung von Technologien militärischer Bestimmung sei nach Worten von Russlands Industrie - und Energieminister Viktor Christenko „entweder unmöglich oder zu teuer". Zu einem anderen Hindernis zählte Christenko das Problem des Konkurrenzschutzes.

    Derzeit prüft das Kartellamt einen Antrag des russischen Mischkonzerns Basic Element von Oleg Deripaska auf den Erwerb des Aktienkontrollpakets von Silowye Maschiny. Gegenwärtig wird der Konzern von Interros - einem der größten russischen Mischkonzerne mit Wladimir Potanin an der Spitze - kontrolliert.

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