09:03 18 Januar 2017
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    Chef der Zentralbank hofft, Inflationsrate bei acht Prozent halten zu können

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    MOSKAU, 02. Juni /RIA Nowosti/. Sergej Ignatjew, Chef der Zentralbank Russlands, hält ein starkes Sinken der Inflationsrate in den nächsten Monaten für möglich und hofft, dass es gelingen wird, eine jähe Erhöhung des realen effektiven Rubelkurses zu vermeiden.

    Das erklärte er auf dem Internationalen Bankkongress in St. Petersburg.

    Ignatjew meint, dass es zwar eine komplizierte, aber doch erfüllbare Aufgabe sei, im Ergebnis des Jahres eine achtprozentige Inflationsrate aufzuweisen.

    Der Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel, German Gref, hat aber bereits am 27. Mai mitgeteilt, dass sein Amt die prognostizierte Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr von 6,5 Prozent auf 5,8 Prozent herabsetze, die prognostizierte Jahresinflationsrate von zehn Prozent aber unverändert lasse.

    Am 30. Mai erklärte Andrej Klepatsch, Direktor des Departements Makroökonomische Planung des erwähnten Ministeriums, dass eine Möglichkeit bestehe, die Inflationsrate bei zehn Prozent zu halten. Laut seinen Angaben betrug die Inflationsrate in Russland in den ersten 23 Tagen des Mai 0,5 Prozent, im Ergebnis der ersten fünf Monate des laufenden Jahres wird sie voraussichtlich bei 7 bis 7,1 Prozent liegen.

    Premierminister Michail Fradkow verwies in der heutigen Sitzung der Regierung auf die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, um keine Erhöhung der Inflationsrate zuzulassen.

    Zugleich bewerten russische und ausländische Ökonomen die Möglichkeit, die Zuwachsrate der Verbraucherpreise in Russland im laufenden Jahr bei zehn Prozent zu halten, äußerst pessimistisch.

    Laut der am Vorabend veröffentlichten Prognose des Zentrums für Angabenanalyse der Staatlichen Universität - Hochschule für Ökonomie, kann sich die Jahresinflationsrate in Russland 2005 auf 11,5 bis 12,5 Prozent belaufen. Zugleich vertreten die Experten der Hochschule für Ökonomie den Standpunkt, dass die Inflationsrate im Lande in der nächsten Perspektive sinken und unter einem Prozent liegen würde. Laut Schätzungen von Fachleuten lag die Zuwachsrate der Verbraucherpreise im Mai bei 0,7 Prozent und im Juni und Juli sei ein Sinken der Inflationsrate entsprechend auf 0,5 bis 0,3 Prozent zu erwarten.

    Die Experten der Investitionsgesellschaften, die von der RIA Nowosti Ende Mai befragt wourden, schätzen die Jahresinflationsrate in Russland am Jahresende unter Berücksichtigung der laufenden Preisdynamik auf 12 bis 13 Prozent.

    Im April äußerte John Litvak, Chefökonom der Weltbank-Repräsentanz in Moskau, die Meinung, dass die Inflationsrate in Russland bei zehn oder auch mehr Prozent liegen würde. Dabei machte er den Vorbehalt, dass diese Prognose ungenau sei, weil die Inflationsrate in Russland recht unvorhersagbar sei.

    Zugleich könne die Inflationsrate der Verbraucherpreise in Russland 2005 laut der Prognose des IWF, die im April veröffentlicht wurde, 11,8 Prozent betragen.

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