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    KTK-Generaldirektor: Mehrheit der Fragen der Erweiterung des Kaspi-Rohrleitungskonsortiums mit russischen Behörden abgestimmt

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    PARIS, 02. Juni (RIA Nowosti). Die Mehrheit der Fragen der Erweiterung des Kaspi-Rohrleitungskonsortiums (KTK) sind bereits mit den Behörden Russlands abgestimmt worden, teilte der Generaldirektor des Konsortiums, Yan Mcdonald, mit.

    „Wir haben sehr bedeutende Fortschritte erzielt, indem wir sechs der sieben Forderungen, die die Regierung Russlands in Bezug auf die Pläne für den Ausbau der Kapazitäten des Konsortiums gestellt hatte, erfüllt oder Varianten ihrer Erfüllung vorgeschlagen haben", sagte Mcdonald am Donnerstag auf einer in Paris laufenden internationalen Konferenz zu Investitionen in den Erdöl - und Erdgaskomplex. Die Konferenz wurde von der britischen Gesellschaft „Energy Exchange" veranstaltet.

    Von den bereits abgestimmten Fragen nannte der KTK-Generaldirektor die Vereinbarung über die Erhöhung der Tarife für den Erdöltranport um 2,5 US-Dollar je Tonne, die Anwendung des Prinzips „pumpe oder zahle" und die Entscheidung darüber, dass die Erweiterung der Kapazitäten des Konsortiums aus äußeren Quellen finanziert wird.

    Was die Struktur der korporativen Leitung betreffe, so seien die Seiten übereingekommen, so Mcdonald weiter, dass die Hälfte aller leitenden Funktionen an die Regierungen und die zweite Hälfte an die Gründergesellschaften des Konsortiums übertragen werde.

    „Nachdem die Frage der Delegierung der Aktionäre (in die Leitung des Konsortiums) geregelt worden ist, hat die russische Regierung alles Notwendige, um ihre Interessen im KTK wahrzunehmen", sagte Mcdonald.

    „Jetzt ist die russische Regierung dran, Flexibilität zu zeigen", fügte er hinzu.

    Der Generaldirektor betonte, dass der Ausbau der Kapazitäten des Konsortiums Russland Millionengewinne bringen wird, während heute, da die Regelung dieser Frage hinausgezögert werde, der entgangene Gewinn des KTK sich auf 25 Millionen US-Dollar im Monat belaufe. In ein Paar Jahren würden diese Verluste auf 50 Millionen US-Dollar monatlich wachsen, so Mcdonald.

    Laut dem Generaldirektor „wird das Projekt für eine definitive Lösung voraussichtlich im September/Oktober" dieses Jahres vorgestellt. „Wenn diese Entscheidung getroffen wird, können die Arbeiten schon Anfang 2007 in Angriff genommen werden", meinte Macdonald.

    „Manche zweifeln daran, dass Russland den Einzug ausländischer Investoren in die Erdöl- und Erdgasbranche begrüßt. Die Abstimmung des Projektes für die Erweiterung des Kaspi-Rohrleistungskonsortiums wäre die beste Antwort auf diese Bedenken", schlussfolgerte der KTK-Generaldirektor.

    Die 1 580 Kilometer lange KTK-Erdölleitung Tengis - Noworossijsk verbindet die Vorkommen in Westkasachstan mit der russischen Schwarzmeer-Küste. KTK plant, den Umfang des Öltransports 2005 auf 32 Millionen Tonnen zu steigern. Die Erweiterung wird es gestatten, die Leistung des KTK-Systems durch den Bau von zehn zusätzlichen Pumpwerken sowie von zusätzlichen Reservoiren und einer dritten Umschlaganlage auf 67 Millionen Tonnen im Jahr zu vergrößeren.

    Russland hat einen Anteil von 24 Prozent am KTK, weitere 19 Prozent entfallen auf Kasachstan und sieben Prozent auf Oman. Unter den privaten Ölgesellschaften, die an dem Konsortium beteiligt sind, befinden sich Chevron Caspian Pipeline Consortium Company mit 15 Prozent, LUKARCO B.V. mit 12,5 Prozent, Rosneft-Shell Caspian Ventures Limited mit 7,5 Prozent, Mobil Caspian Pipeline Company mit 7,5 Prozent, Agip International (N. A.) N. V. mit zwei Prozent, BG Overseas Holding Limited mit zwei Prozent, Kazakhstan Pipeline Ventures LLC mit 1,75 Prozent und Oryx Caspian Pipeline LLC mit 1,75 Prozent.

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