11:50 16 Januar 2017
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    Fradkow nicht einverstanden mit Timoschenko bezüglich der Fristen der Aufhebung der Handelsbeschränkungen in der GUS

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    TIFLIS, 03. Juni (RIA Nowosti). Der Premierminister der Russischen Föderation, Michail Fradkow, erklärte auf einer Sitzung des Rates der GUS-Regierungschefs in Tiflis, dass er mit der Meinung der Premierministerin der Ukraine, Julia Timoschenko, bezüglich der Fristen für die Aufhebung von Beschränkungen und Ausnahmen im gegenseitigen Handel der Länder der Gemeinschaft nicht einverstanden ist.

    Nach einer Information aus der Ratssitzung verpflichteten sich die GUS-Länder, solche Beschränkungen zum Jahr 2012 aufzuheben. Aber die ukrainische Premierministerin bestand darauf, diese Frist auf 2008 zu kürzen.

    „Wir wollen intensiver Freundschaft halten. Wenn wir einen einheitlichen Wirtschaftsraum schaffen, so muss man das intensiver tun", erklärte Timoschenko. „Man muss die Verhandlungen fortsetzen und das Dokuments schneller annehmen", fügte sie hinzu.

    Fradkow sagte seinerseits, dass die von Experten vorgeschlagene Frist zur Aufhebung der Beschränkungen - 2012 - längst abgestimmt worden war.

    „Ich unterstütze den gemeinsamen Wunsch, ohne Beschränkungen zu leben und zur Schaffung des einheitlichen Wirtschaftsraumes überzugehen (diesen Raum schaffen Russland, Weißrussland und die Ukraine). Aber dabei darf man nicht vergessen, dass alle GUS-Länder ihre Regelungssysteme haben. Einige Länder sind Mitglieder der Welthandelsorganisation und andere Länder sind es nicht", sagte Fradkow.

    „Man darf nicht jene Arbeit vereinfachen, die geleistet wird. Umso mehr, als viele Waren ihre Spezifik haben", betonte der russische Premier. „Wir müssen zu einer gemeinsamen Wirtschaft kommen, aber auch der Meinung von Experten Rechnung tragen."

    Im Ergebnis ließ der Rat der Regierungschefs der GUS-Länder die von Experten vorgeschlagene Frist zur Aufhebung der Beschränkungen (2012) unverändert.

    Bei der Zusammenfassung der Ergebnisse der Diskussion erklärte Timoschenko, dass die Ukraine bei dieser Frage nicht zustimmen werde, und betonte, dass die Verhandlungen zu diesem Problem fortgesetzt werden.

    „Unsere Präsidenten deklarierten bilateral, dass die Frist zur Aufhebung verkürzt wird. Deshalb enthält sich die Ukraine zeitweilig der Stimme", sagte die Premierministerin.

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