15:43 23 Januar 2017
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    Premier Fradkow: Der Staat hat sich über den Preis von 10,74 Prozent der Aktien von Gasprom einstweilen noch nicht entschieden

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    TIFLIS, 03. Juni /RIA Nowosti/. Der Staat hat sich über den Preis von 10,74 Prozent der Aktien von Gasprom, die er für die Erhöhung seines Anteils an der Gasholding erwerben will, einstweilen noch nicht entschieden, teilte der russische Premierminister, Michail Fradkow, in Tiflis gegenüber Journalisten mit.

    „Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen worden, wir entscheiden uns einstweilen noch über den Preis", sagte der Premier.

    Früher hat die internationale Bank Dresdner Kleinwort Wasserstein, die im Auftrag von Gasprom die Einschätzung durchführt, in ihrem Gutachten die Marktpreisspanne zwischen 3,94 und 4,52 US-Dollar je Aktie festgesetzt. Entsprechend kann das Aktienpaket /10,74 Prozent/ von Gasprom auf 10,2 bis 11,5 Milliarden US-Dollar geschätzt werden.

    Laut dem Gutachten der Investmentbank Morgan Stanley, die als Boniteur im Namen des Staates auftritt, kostet eine Aktie der offenen AG Gasprom 3,3 bis 3,9 US-Dollar. Entsprechend können also 10,74 Prozent der Aktien des Gaskonzerns auf 8,39 bis 9,92 Milliarden US-Dollar geschätzt werden.

    „Gasprom hält die von der Dresdner Kleinwort Wasserstein gemachte Einschätzung seiner Aktien für real", hatte früher der Pressesekretär des Chefs von Gasprom Sergej Kuprijanow mitgeteilt.

    „Wir halten die Einschätzung, die für uns von der Dresdner Kleinwort Wasserstein vorgenommen worden ist, für eine Widerspiegelung des realen Marktwertes der Gesellschaft unter Berücksichtigung der guten Entwicklungsperspektiven als eine globale Energiegesellschaft", betonte Kuprijanow.

    In der heutigen Pressemitteilung von Gasprom hieß es, dass das Direktorium von Gasprom am 15. Juni die Frage der Abstimmung der Abschlüsse mit den Tochtergesellschaften und Rosneftegas behandeln sowie den Verkaufspreis der Aktien von Gasprom, die den Tochtergesellschaften gehören, an Rosneftegas festsetzen wird.

    Gasprom leistet gemeinsam mit den Organen der Staatsmacht die Arbeit zur Erhöhung des Anteils des Staates an seinem Grundkapital bis zum Kontrollpaket durch den Verkauf der Aktien der Gesellschaft, die ihren Tochtergesellschaften gehören, an das staatliche Unternehmen Rosneftegas zu Marktbedingungen.

    Der Abschluss soll vor der Jahresversammlung der Aktienbesitzer von Gasprom getätigt werden, die am kommenden 24. Juni stattfindet.

    Die Erhöhung des staatlichen Anteils am Grundkapital von Gasprom ist ein notwendiger Schritt auf dem Wege zur Liberalisierung des Aktienmarktes des russischen Gaskonzerns.

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