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    2005 kann der Rubel um zehn Prozent kräftiger werden

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    MOSKAU, 03. Juni /RIA Nowosti/. Die reale effektive Festigung des Rubelkurses kann 2005 rund zehn Prozent betragen. Diese Prognose wurde von Gennadi Kuranow, stellvertretender Direktor des Departements Makroökonomische Prognostizierung des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel Russlands, bestätigt.

    Er teilte auch mit, dass die Steigerungsrate der Arbeitsproduktivität in Russland im laufenden Jahr rund 5,5 Prozent betragen werde.

    „Da die Festigung des Rubelkurses bei zehn Prozent, die Steigerungsrate der Arbeitsproduktivität aber nur bei rund fünf Prozent liegen wird, kann man vom Sinken der Preiskonkurrenzfähigkeit russischer Waren im laufenden Jahr sprechen", sagte Kuranow am Freitag in der Rundtisch-Konferenz im Oberhaus des Parlaments, die den Prognosen und Entwicklungsperspektiven der russischen Wirtschaft gewidmet war.

    Der Zustand der russischen Wirtschaft wird auch durch die Erhöhung der Ölpreise nicht günstig beeinflusst, betonte Kuranow. „Die hohen Ölpreise - mehr als 36 bis 38 US-Dollar je Barrel - haben nämlich eine Festigung des Rubels und somit auch die Herabsetzung der Konkurrenzfähigkeit der russischen Wirtschaft zur Folge", gab der Sprecher des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel zu. Ihm zufolge sei die erhebliche Erhöhung der Ölpreise im vorigen Jahr zu einer Ursache der Korrektur der prognostizierten Zuwachsrate der russischen Wirtschaft in diesem Jahr und in der mittelfristigen Perspektive nach unten geworden.

    Angesichts der unentwegten Festigung der nationalen Währung betrug die Zuwachsrate der Verbraucherpreise im Ergebnis der ersten vier Monate des laufenden Jahres 6,5 Prozent. Das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel und die Zentralbank erwarten, dass in den Sommermonaten eine Deflation zu beobachten sein werde.

    Anfänglich orientierte sich die Regierung darauf, die Inflationsrate im Ergebnis des Jahres 2005 bei 8,5 Prozent zu halten, später wurde diese Kennziffer auf zehn Prozent korrigiert /im vorigen Jahr betrug sie 11,7 Prozent/.

    Und doch meint der Chef des Regierungsapparates Russlands, Sergej Naryschkin, dass das russische Finanzministerium über „zusätzliche Instrumente" für die Senkung der Inflationsrate verfüge.

    In einer Pause des Seminars zu Fragen der russisch-französischen Zusammenarbeit, das am Freitag in Paris stattfand, bemerkte Naryschkin, nach möglichen Maßnahmen zur Einschränkung der Inflationsrate befragt: „Ich glaube, dass das Finanzministerium über zusätzliche Instrumente zur Senkung der Inflationsrate verfügt, und nicht nur über den Stabilisierungsfonds /in den hauptsächlich Erdöl-Dollar kommen und dessen Umfang per Anfang Juni rund 800 Milliarden Rubel - 1 US-Dollar entspricht 28,38 Rubel - betrug/. Übrigens hat der Chef des Regierungsapparats diese „zusätzlichen Instrumente" nicht näher bezeichnet.

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