Radio
    Wirtschaft

    Verteidigungsminister: Im Falle eines NATO-Beitritts der Ukraine wird Russland zusätzliche Ressourcen in seinen Militärindustriekomplex investieren

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    ST. PETERSBURG, 06. Juni (RIA Nowosti). Im Falle eines Beitritts der Ukraine zur NATO wird Russland zusätzliche Ressourcen in den einheimischen Militärindustriekomplex investieren, um seine Souveränität und seine Sicherheit zu gewährleisten. Darauf verwies der Verteidigungsminister Russlands, Sergej Iwanow, auf einer Pressekonferenz in Sankt Petersburg.

    „Im Falle eines NATO-Beitritts der Ukraine kann ich mit Sicherheit eine Konsequenz voraussehen. Die Militärindustriekomplexe Russlands und der Ukraine sind bis jetzt miteinander sehr eng integriert, und im Falle des Beitritt der Ukraine zur NATO wird Russland zusätzliche Ressourcen in diesen Bereich anlegen müssen, um seine Souveränität und seine Sicherheit zu gewährleisten", sagte der Minister.

    „In diesem Sinne wäre der NATO-Beitritt der Ukraine für uns ein gewisses Plus", fügte er hinzu.

    Der Präsident Russlands, Wladimir Putin, hat sich bereits am 7. Mai in einem Interview für die Fernsehgesellschaft „France-3" zu diesem Thema geäußert. Er sagte unter anderem: „Wir hoffen, dass sich unsere Beziehungen zur NATO auch weiterhin entwickeln und das Maß an Vertrauen sich erhöhen wird. Aber unsere Beziehungen befinden sich einstweilen auf einem solchen Niveau, das es uns nicht gestattet, in einem der NATO-Länder - in diesem Fall mag es die Ukraine sein - einige sensible Technologien und einzelne Produktionsstätten zu halten."

    Laut Putin wird dies von Russland zusätzliche staatliche Ressourcen erfordern, um die genannten Technologien und Produktionsstätten auf das Territorium der Russischen Föderation zu verlegen.

    „Unsere russischen Kollegen werden sich nur darüber freuen, aber für den Staat ist das eine Belastung. Für die Ukraine würden dabei ebenfalls, wie ich glaube, irgendwelche Probleme entstehen, denn dies könnte durchaus zum Abbau der entsprechenden Produktionsstätten und Bereiche der Forschungstätigkeit führen", fügte Putin hinzu.

    „Aber vielleicht wird so etwas gar nicht geschehen. Aber wir müssen darüber miteinander im Voraus aufrichtig, ehrlich und offen sprechen. Das tun wir ja auch", betonte Putin.