18:07 20 Oktober 2017
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    Russland ist auf ein Floating der Währung nicht vorbereitet

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    MOSKAU, 06. Juni (RIA Nowosti). Russland ist auf eine Politik des freien Wechselkurses nicht vorbereitet, meint der Leiter des Föderalen Dienstes für die Finanzmärkte, Oleg Wjugin. Er sprach darüber am Montag auf der Konferenz "Schuldenmärkte und Investitionsmöglichkeiten in den GUS-Staaten".

    Ihm zufolge trage die makroökonomische Politik Russlands "einen etwas exotischen Charakter". Russland habe einen relativ hohen Zahlungsbilanzüberschuss, was den Zustrom von Geldern, eine Zunahme der Liquidität auf dem Markt und einen Druck zur Senkung der Zinsen bedeutet, erläuterte Wjugin. Doch auf der anderen Seite sei eine Situation entstanden, wo die Marktzinsen niedriger als die Inflation sind.

    Unter diesen Bedingungen hält er es für angemessen, die Perioden der Kapitalaufnahme in kurz- und mittelfristige zu unterteilen.

    Wjugin will die kurzfristigen Zinssätze unter Berücksichtigung der Risiken auf den Außenmärkten, den Geschäftsrisiken des jeweiligen Unternehmens und des Währungsrisikos festlegen. Mit dem Inflationsniveau soll indessen der langfristige Zinssatz (in Russland bei 3 Jahren) korrelieren, stellte er fest.

    Auf die russische Haushaltspolitik eingehend, führte Wjugin aus, dass ihre Ausgewogenheit bei einem Erdölpreis von 27 US-Dollar pro Barrel gesichert werden kann.

    Selbst bei diesem Erdöl-Preisniveau, so sagte er, könne der Staatshaushalt ausgeglichen bleiben und seinen Verpflichtungen nachkommen.

    Wjugin geht davon aus, dass die russische Zentralbank unter diesen Umständen die Balance auf den Währungsmärkten aufrecht erhalten kann, denn selbst bei einem scharfen Rückgang des Zahlungsbilanzüberschusses bliebe dem Budget eine Stabilitätsreserve.

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