20:22 26 September 2017
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    Kudrin: Russland wird 73 Prozent der Schulden Syriens abschreiben

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    MOSKAU, 07. Juni (RIA Nowosti). Russland und Syrien sind über die Abschreibung von 73 Prozent der Schulden Syriens übereingekommen, teilte Alexej Kudrin, Finanzminister Russlands, in einem Interview für die Zeitschrift "Itogi" mit.

    Laut Kudrin betragen die Schulden Syriens, die sich seit den Zeiten der UdSSR gebildet haben, "im Äquivalent mehr als 14,5 Milliarden US-Dollar".

    Kudrin präzisierte, dass Damaskus die Restsumme der Schulden in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar im Laufe von zehn Jahren in konvertierbarer Währung tilgen werde. Weitere rund 2,1 Milliarde US-Dollar, die nach dem Kurs in örtliche Pfund Liren konvertiert werden, wird Russland in die syrische Wirtschaft investieren können.

    "Heute erwarten wir von Damaskus entsprechende Angebote", sagte der Minister. Aber ihm zufolge seien für Russland die Erdöl- und Gas-Projekte von größtem Interesse.

    "Dividenden werden nicht sehr bald fließen - bestenfalls in sechs bis sieben Jahren, das wird aber einen langfristigen wirtschaftlichen und geopolitischen Effekt bringen. Wahrscheinlich einen größeren, als die Schulden, die wir erlassen haben und die eine tote Last in unseren Beziehungen gewesen sind", sagte Kudrin.

    Er verwies darauf, dass Russland und Syrien, ohne Regelung der Schulden, die Beziehungen nicht weiter hätten ausbauen können".

    "Seit nahezu fünfzehn Jahren haben wir es nicht vermocht, diese Frage zu lösen. Die Schulden wurden nicht einmal bedient. Erst jetzt, nach der Unterzeichnung des Abkommens mit Damaskus, haben wir ein neues Niveau der Zusammenarbeit erreicht", sagte Kudrin.

    Er fügte hinzu: "Wir haben in bestimmtem Maße die Bestimmungen des Pariser Klubs berücksichtigt, die sich auf die Schulden aus militärischen Lieferungen (Syrien wurde von der sowjetischen Führung freigiebig mit Waffen beliefert) beziehen und die von den Mitgliedern des Klubs in der Regel abgeschrieben werden.

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