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    Fradkow: „Russlands Fischereiindustrie steckt in einer Krise"

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    MOSKAU, 08. Juni (RIA Nowosti). Die russische Fischereiindustrie stecke in einer Krise, stellte Premier Michail Fradkow zum Auftakt der heutigen Tagung des bei der Regierung bestehenden Maritimen Kollegiums fest.

    „Es gilt, den Stand der Dinge in dieser Sparte systematisch zu bewerten und wirksame Maßnahmen anzuvisieren, die sowohl der Lösung einzelner Probleme als auch der Entwicklung der gesamten Sparte dienen", forderte Fradkow.

    Ihm zufolge müsse vor allem die Effizienz des staatlichen Managements in der Fischereiwirtschaft erhöht werden.

    In diesem Sektor der Wirtschaft gebe es derzeit keine effektive Politik, die sich auf die Potenzen einzelner Regionen orientiere. Das Gesetz über den Schutz der biologischen Meeresressourcen liege auf Eis, weil die notwendigen Rechtsakte bis jetzt nicht verabschiedet wurden. All das wirke sich negativ auf die Ernährungssicherheit des Landes aus, betonte der Premier.

    Innerhalb der letzten 15 Jahre ging der Fischkonsum in Russland um die Hälfte zurück und betrage jetzt nur noch zehn bis elf Kilogramm pro Kopf im Jahr, informierte er. Mehr als die Hälfte des russischen Marktes machen dabei Importprodukte aus, die aus russischen Rohstoffen hergestellt sind, bemängelte der Regierungschef.

    Er forderte auf, geeignete Maßnahmen zu treffen, um die Produzenten auf den Binnenmarkt umzuorientieren.

    Auch hält es Fradkow für notwendig, die Qualität der Arbeit der russischen Werften zu erhöhen. Mehr als 65 Prozent der russischen Fischfangschiffe seien länger in Betrieb, als die Normen für ihre Lebensdauer festlegen. Der Zustand der russischen Fischfangflotte hemme faktisch die Entwicklung der Fischereiwirtschaft, sagte Fradkow.

    Dabei seien die Kapazitäten der russischen Schiffsreparaturwerften lediglich zu knapp 20 Prozent ausgelastet, weil ausländische Werften günstigere Bedingungen anbieten, konstatierte er.

    Der Staat müsse Innovationsprojekte fördern, die auf die technische Modernisierung der russischen Fischereiwirtschaft abzielen, betonte Fradkow.

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