11:59 22 Oktober 2017
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    "Wremja Nowostej": Russische Holding will 1,5 Milliarden US-Dollar für ausländische Unternehmen ausgeben

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    MOSKAU, 08. Juni (RIA Nowosti). Die russische Finanz-AG „Sistema" scheint sich damit abgefunden zu haben, dass die 1,5 Milliarden US-Dollar, die sie für die Unterbringung von 19 Prozent ihrer Aktien an der Londoner Effektenbörse bekommen hat, in diesem Jahr nicht für den Kauf des russischen Telekommunikationsmonopols Svyazinvest verwendet werden können. Wie der Präsident von „Sistema" am Mittwoch mitteilte, werden diese Mittel für andere Unternehmen in Russland, den USA, Indien und Griechenland ausgegeben, berichtete die „Wremja Nowostej" am Donnerstag.

    „Sistema" „sieht keine Tragödie" in der Verschiebung der Privatisierung des staatlichen Svyazinvest-Pakets, erklärte Jewtuschenkow am Mittwoch. Er bestätigte, dass „es in diesem Jahr höchstwahrscheinlich nicht zur Privatisierung kommen wird". Zuvor hatte „Sistema" ihre Absicht bekundet, das gesamte Kontrollaktienpaket von Svyazinvest (75 Prozent minus eine Aktie), das vorerst dem Staat gehört, zu kaufen.

    Wie Jewtuschenkow weiter ausführte, erwägt das Unternehmen jetzt Möglichkeiten für den Erwerb diverser Aktiva im In- und Ausland. So verhandelt Sistema weiterhin über den Kauf von 49 Prozent der indischen Gesellschaft Aircell für 450 Millionen Dollar. Dabei soll von der indischen Verschuldung gegenüber der UdSSR Gebrauch gemacht werden. Wie die Zeitung berichtet, will Jewtuschenkow dieses Geschäft bis Jahresende abschließen. Außerdem verhandelt der zur Sistema-Struktur gehörende Konzern „Nautschny Zentr" über den Kauf eines indischen Elektronik-Herstellers.

    Die Gruppe der Finanz-AG „Sistema" ist eine der größten und erfolgreichsten russischen Holdings, die in der Telekommunikation aktiv ist. Ihr gehören 50,6 Prozent der Aktien des Mobiltelefonnetzes MTS und 56 Prozent des Festnetzbetreibers MGTS, der zu den größten in Europa gehört. Dem Gründer der Finanz-AG, Wladimir Jewtuschenkow, gehören 65,18 Prozent der „Sistema"-Aktien. Der „Sistema"-Erlös stieg 2004 um 52 Prozent auf 5,71 Milliarden Dollar, der zusammengefasste Reingewinn machte 411 Millionen Dollar aus.

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