22:15 17 November 2017
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    Experte: Russland verfügt über Reserven für Durchbruch in neue wirtschaftliche Realität

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    MOSKAU, 10. Juni /RIA Nowosti/. Maschinenbau, Transportwesen, Kommunikation und Weltraum - das sind jene Wirtschaftszweige, in denen Russland einen Durchbruch sichern könnte. Das erklärte Arkadi Dworkowitsch, Chef der Expertenverwaltung des Präsidenten, über den Rundfunksender „Majak".

    Eine erfolgreiche Entwicklung verspricht Dworkowitsch auch dem Kraftfahrzeugbau und der Produktion von Haushaltstechnik. In diesen Bereichen sollen in Russland Schritt für Schritt Montagebetriebe eingerichtet werden.

    Spürbare Ergebnisse könne Russland bei der Entwicklung der nicht extraktiven Zweige in zwei bis drei Jahren erzielen, meint der Experte. Laut ihm haben alle Wirtschaftszweige in den letzten Jahren ihren eigenen Weg zurückgelegt. „Die einen brachten sich nach dem Zerfall der UdSSR in Ordnung, die anderen lernten, die Finanzströme zu kontrollieren. Heute beginnen sie über Investitionen nachzudenken", sagte Dworkowitsch.

    Dabei gelte es, aktiv ausländische Investitionen zu beschaffen, weil Russland, wie er zugab, noch nicht in der Lage ist, eine solche finanzielle Belastung auszuhalten.

    „Darum darf Russland nicht auf die Prospektierung von Energieträgern verzichten und den Erdölbereich nicht unbeachtet lassen. Der Haushalt braucht die Gewinne dieses Zweigs und das Ausland ist daran interessiert, dass wir ihm Energieträger verkaufen", sagte der Experte.

    Zugleich vertritt er den Standpunkt, dass Russland seine Abhängigkeit vom Erdöl überwinden könne, wenn es neben der Energiebranche andere Industriebereiche entwickeln würde.

    Was das Geld betrifft, das Russland dank der Erhöhung der Erdölpreise verdient hat, so meint Dworkowitsch nicht, dass dieses ganze Geld für den sozialen Bereich und das Bildungswesen verwendet werden sollte.

    „Niemand verausgabt sofort zufällig verdientes Geld, das Geld aus dem Erdölverkauf ist aber gerade zufällig verdientes Geld. Der Staat, der es nur für die notwendigsten und zuverlässigsten Projekte ausgibt, handelt richtig", sagte der Experte.

    Aus Dworkowitschs Sicht sei der Staat verpflichtet, alle Ausgaben von Anfang an im Haushalt vorzusehen. „Wenn das nicht getan wird, so droht dem Land eine Inflation."

    Was die Inflation betrifft, so gab der Chef der Präsidentenverwaltung zu, dass die Inflationsrate der Festigung des Rubels voraus ist, dass aber die Zentralbank zwischen diesen beiden Faktoren balanciere, was ihr einstweilen noch gelinge.