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    Chinesischer Spitzenpolitiker: Beziehungen mit Russland sind für Peking prioritär

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    MOSKAU, 10. Juni (RIA Nowosti) China betrachtet das strategische Zusammenwirken mit Russland als einen vorrangigen Bereich seiner Politik. Das erklärte der Vizechef des Staatsrates Chinas, Zeng Peiyan, am Freitag bei einem Treffen mit Russlands Vizeregierungschef Alexander Schukow in Moskau.

    Ihm zufolge wird der für Ende Juni geplante Russland-Besuch des Vorsitzenden des Staatsrates Chinas, Hu Jintao, in China als ein erstrangiges Ereignis bewertet.

    Wie er weiter ausführte, wolle China seinen Anteil am gemeinsamen Warenumsatz mit Russland bis 2020 auf zwölf Milliarden Dollar erhöhen. „Es gibt Grund zu der Annahme, dass diese Zahl noch vor diesem Zeitpunkt erreicht wird", hieß es.

    Nach den Worten des chinesischen Politikers solle bei den Verhandlungen mit Alexander Schukow und Russlands Premier Michail Fradkow in Moskau die Zusammenarbeit im Handel, in der Energiewirtschaft, im Investitionsbereich und bei der Entwicklung anderer wichtiger Projekte erörtert werden.

    Bei dem am Vortag in Sankt Petersburg zu Ende gegangenen russisch-chinesischen Forum waren Vereinbarungen zu sieben Projekten in einem Gesamtwert von 1,7 Milliarden Dollar erzielt worden.

    Vizepremier Schukow stellte seinerseits fest, dass der Moskau-Besuch Zeng Peiyans eine wichtige Etappe bei der Vorbereitung des bevorstehenden russisch-chinesischen Treffens der Regierungschefs sei.

    Laut Unterlagen zu den Verhandlungen zwischen Alexander Schukow und Zeng Peiyan stieg der Warenumsatz zwischen Russland und China in den ersten vier Monaten 2005 um 7,84 Milliarden Dollar an. Dabei hatte sich der Warenumsatz im gesamten Jahr 2004 auf 21,3 Milliarden belaufen - 34,7 Prozent mehr als 2003.

    Russlands Export wuchs in diesem Zeitraum um 24,7 Prozent auf 12,13 Milliarden Dollar an. Die chinesischen Lieferungen vergrößerten sich um 50,9 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar.

    Wie es im Dokument weiter hieß, dauert die allmähliche Verringerung des Positivsaldos Russlands im bilateralen Handel weiter an. Im vergangenen Jahr ging er um 18 Prozent zurück.

    Die Tendenz zu einer Vergrößerung des Anteils von Rohstoffen und Erzeugnissen der primären Bearbeitung am russischen Export nach China setzte sich im vergangenen Jahr fort. Der Anteil von Öl und Ölprodukten wuchs von 21,5 auf 34,5 Prozent. Der Rohölexpoert vergrößerte sich dabei auf mehr als das zweifache und erreichte einen Umfang von 10,78 Millionen Tonnen, was einem Wert von 2,936 Milliarden Dollar entspricht.

    China vergrößerte seinerseits die Lieferung von Maschinen und Anlagen nach Russland. Dieses Wachstum betrug 47,5 Prozent, beziehungsweise 1,560 Milliarden Dollar. China liefert vorwiegend Haushaltstechnik, Elektrotechnik, Fernmeldetechnik wie auch Pelze und Rauchwaren, von denen 2004 im Wert von 1,190 Milliarden Dollar geliefert wurde.

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