11:00 18 Januar 2017
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    Kapazität der Nordeuropäischen Gaspipeline soll 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr betragen

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    ST. PETERSBURG, 14. Juni (RIA Nowosti). Die projektierte Leistung der Nordeuropäischen Gaspipeline soll 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr betragen. Das teilte der Vorstandsvorsitzende des Gaskonzerns Gasprom, Alexej Miller, beim 9. Internationalen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg mit.

    Er erinnerte daran, dass das Südrussische Vorkommen (Gebiet Tjumen, Sibirien), an dem jetzt Erkundungs- und Bohrarbeiten geführt werden, als Ressourcenbasis für die Nordeuropäische Gaspipeline bestimmt ist.

    Die Rohrleitung soll von Wyborg (im Nordwesten Russlands) auf dem Grund der Ostsee bis zur deutschen Küste führen.

    Das entsprechende Projekt sieht den Bau maritimer Leitungsstränge zur Gaslieferung an Verbraucher in Finnland, Schweden, Großbritannien und in anderen Ländern vor. Die Gesamtlänge der Pipeline soll rund 3 000 Kilometer betragen. Die Bauarbeiten werden auf insgesamt etwa 5,7 Milliarden US-Dollar veranschlagt.

    Auf das Gaskondensatvorkommen „Schtockmanskoje" (im Schelf der Barentssee, Norden Russlands) eingehend, sagte Miller, dass die Geschäftspartner von Gasprom im Rahmen dieses Projektes bis Ende dieses Jahres bestimmt werden.

    Die Vorräte an Erdgas im Gaskondensatvorkommen „Schtockmanskoje" betragen rund 3,2 Billionen Kubikmeter. Die Gasprom-Fachleute haben die technisch-ökonomische Begründung des Projektes abgefasst. Es sind die technische Machbarkeit des Projektes sowie die Kosten für die Förderung, die Verflüssigung und den Transport von Erdgas auf den USA-Markt bewertet worden. Die diesbezüglichen Kalkulationen haben gezeigt, dass Erdgas von diesem Vorkommen zu konkurrenzfähigen Preisen in die USA geliefert werden kann.

    Wie der Direktor der Europäischen Kommission für den Energiedialog EU-Russland, Christian Cleutinx, bereits früher mitteilte, prüft die Europäische Union jetzt die Möglichkeit einer Beteiligung am Abbau des Vorkommens „Schtockmanskoje". Im Juni soll die technisch-ökonomische Begründung dazu abgeschlossen werden.

    Laut dem Projekt kann die Erdgasförderung an diesem Vorkommen im Jahr 2010 beginnen.

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