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    Russische Unternehmen können arktische Vorkommen nicht aus eigener Kraft erschließen

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    ST. PETERSBURG, 14. Juni (RIA Nowosti). Die russischen Unternehmen können die arktischen Vorkommen nicht aus eigener Kraft erschließen. Einen Ausweg dürfte hier die Gründung eines Konsortiums unter Beteiligung führender internationaler Nutzer von Bodenschätzen bieten, die reiche Erfahrungen bei maritimen Arbeiten haben. Diese Auffassung vertrat der Minister für Naturressourcen Russlands, Juri Trutnew.

    „Die Russische Föderation ist für gemeinsame Projekte zur Erschließung und Nutzung des Potentials der Arktis unter Beteiligung ausländischer Geschäftspartner offen, wobei alle modernen ökologischen Forderungen bzw. die des Umweltschutzes berücksichtigt werden", sagte Trutnew.

    Der Minister bemerkte ferner, dass die Selbstkosten für die Ölförderung der auf dem russischen Schelf gelegenen Vorkommen die Ausgaben für den Abbau der Schelfgebiete in warmen Ländern erheblich übersteigen.

    „Beträgt diese Kennziffer am Schelfgebiet des Kaspischen Meeres beispielsweise 44 US-Dollar je Tonne, so kann sie am Festlandsockel des Ostarktischen Meeres bei 170 US-Dollar liegen", so Trutnew.

    Der Minister bemerkte ferner, dass die Erschließung der Arktis ein recht „kapitalintensives Projekt ist, die Kosten für die Erkundung und Erschließung eines Vorkommens werden auf Milliarden Dollar geschätzt".

    „Auch bei den hohen Selbstkosten für die Erschließung der Ressourcen in besonders perspektivischen arktischen Festlandsockel-Gebieten werden die Risiken und die Erkundungs- und Erschließungskosten durch die Entdeckung enormer, ihren Vorräten nach beispiellosen Vorkommen ausgeglichen", bemerkte der Minister. Er betonte zugleich, dass die Rücklaufzeit der Investitionen recht lang sei und Jahrzehnte dauern könne.

    Trutnew betonte, das Ministerium werde Varianten der Zusammenarbeit bei der Bildung von Konsortien durch russische und ausländische Nutzer von Bodenschätzen bei der Erschließung der Arktischen Meere begrüßen und fördern.

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