06:16 23 Oktober 2017
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    Die Infrastruktur des Fernmeldewesens in Russland muss unter Einbeziehung des Staates entwickelt werden

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    SANKT PETERSBURG, 15. Juni (RIA Nowosti). Die weitere Entwicklung der Infrastruktur des Fernmeldewesens in Russland kann nicht ohne die Mitwirkung des Staates erfolgen, erklärte der Minister für Informationstechnologien und Kommunikation Leonid Rejman. Das sagte der Minister am Mittwoch in Sankt Petersburg beim Runden Tisch zu Fragen der „Herausbildung und Entwicklung eines einheitlichen Informationsraumes in Russland und in den GUS-Staaten", welcher im Rahmen des 9. Petersburger Wirtschaftsforums stattfindet.

    Leonid Rejman erklärte, dass sein Ministerium zur Lösung der Entwicklungsaufgaben in der Infrastruktur der Telekommunikation ein Programm erarbeitet habe, welches der Regierung im April vorgelegt wurde.

    Der Minister brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass das Programm demnächst vom Kabinett gebilligt wird.

    Wie Rejman sagte, sei ein bedeutender Teil der Ressourcen, die notwendig sind, um die Infrastruktur zu entwickeln, für kommerzielle Nutzer nicht zugänglich. Ein wesentlicher Teil der Infrastruktur befinde sich außerdem weitgehend unter der direkten Kontrolle des Staates und bedürfe einer grundlegenden Modernisierung und Erneuerung.

    „Um die Zuwachsraten der Branche beizubehalten, müssen die bestehenden Hindernisse bei der Einführung neuer Methoden zur Regulierung und Förderung beseitigt werden", stellte der Minister fest.

    Der Minister bezeichnete den gravierenden Mangel an Bandbreiten für Radiofrequenzen, die für die Einführung neuer Technologien erforderlich sind, als das zum gegenwärtigen Zeitpunkt schwerwiegendste Problem in Russland. Er erklärte, dass heute über 90 Prozent der Radiofrequenzen für das Militär und andere Sonderaufgaben vorbehalten sind, während dieser Anteil in den entwickelten Ländern etwa 30 Prozent beträgt.

    Rejman plädierte für die Konversion der Radiofrequenzen, denn das ermögliche die Einführung neuer Technologien sowie die Erhöhung der wirtschaftlichen Effektivität bei der Entwicklung der Infrastruktur. Durch Gebühren für die Nutzung der freigesetzten Frequenzen durch die Betreiber werden die eingesetzten Mittel relativ schnell amortisiert.

    „Die Lösung der Aufgabe einer Konversion der Bandbreite der Radiofrequenzen schafft Voraussetzungen für die Gründung neuer Telekommunikationsfirmen und stimuliert den Zustrom von Investitionen in die Branche", stellte Leonid Rejman fest.

    Er unterstrich ferner die Notwendigkeit des Übergangs zum digitalen Rundfunk und Fernsehen in Russland. Das erhöhe laut dem Minister die Zahl der Sender, die in jeder Region empfangen werden können, auf das 4 bis 6-fache, ohne dass dabei zusätzliche Frequenzen zur Verfügung gestellt werden müssten.

    Er hob schließlich die Bedeutung der Modernisierung des Fernmeldewesens für staatliche Zwecke hervor.