13:33 17 Oktober 2017
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    Im Rahmen einer Klage gegen McDonalds führte das Gericht ein Experiment durch

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    MOSKAU, 15. Juni (RIA Nowosti). Im Zuge der Verhandlung der Zivilklage einer Moskauerin gegen McDonalds, die wegen Verbrennungen durch eine verkippte Tasse heißen Kaffees eine Entschädigung in Höhe von 100 000 Rubel fordert, führte das Gericht ein Experiment am Ort des Vorfalls durch. Das erfuhr RIA Nowosti von Maxim Dombrowitzki, Mitglied der Moskauer Anwaltskanzlei „Legis-Group", der die Interessen der Klägerin, Olga Kusnezowa, vertritt.

    „Bei dem Experiment ging es um eine rein technische Operation: Es wurden die Türen von McDonalds vermessen. Außerdem verließ ein Kunde mit einem Tablett und einer Tasse Kaffee die Räume, um zu überprüfen, inwieweit der Bau den Sicherheitsanforderungen entspricht", sagte der Rechtsanwalt.

    Er enthielt sich jedoch einer Bewertung der Testergebnisse. „Die Schlussfolgerungen bleiben den Experten vorbehalten, und darüber zu reden ist noch zu früh", stellte er fest. Außerdem ergänzte er, dass die Expertise von Fachleuten der Regionalen Gutachteragentur erstellt wird.

    Nach Vorlage der Schlussfolgerungen durch die Gutachter legt das Gericht einen neuen Termin für die Verhandlung der Klage fest, teilte der Verteidiger mit.

    Der Rechtsanwalt erinnerte daran, dass seine Klientin eine Entschädigung für Verbrennungen ersten und zweiten Grades erwartet, die ihr durch den verkippten Kaffee zugefügt wurden. Kusnezowa verlangt die Erstattung der Behandlungskosten in Höhe von 500 Rubel (28,57 Rubel entsprechen 1 US-Dollar).

    Außerdem fordert die Klägerin von der Fast-Food-Kette eine Entschädigung von 100 000 Rubel für den moralischen Schaden. Der Rechtsanwalt präzisierte, dass seiner Klientin das Tablett durch einen Schlag der Ausgangstür von McDonalds im Moskauer Vorort Chimki umgestoßen wurde und sie sich dadurch mit dem verkippten Kaffee verbrühte.

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