16:33 18 Oktober 2017
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    20 der 21 in Japan aufgehaltenen Schiffe unter russischer Flagge oder mit russischen Besatzungen frei gegeben

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    MOSKAU, 17. Juni (RIA Nowosti). Die japanischen Behörden haben 20 von den 21 aufgehaltenen Schiffen unter russischer Flagge oder mit russischen Besatzungen frei gegeben. Das teilte der amtliche Sprecher des Außenministeriums Russlands Alexander Jakowenko mit.

    Seinen Worten nach leisten die russische Botschaft in Tokio und das Generalkonsulat in Sapporo den russischen Schiffen, die in japanischen Häfen aufgehalten wurden, Unterstützung.

    Er erinnerte daran, dass am 10. Juni bei der Zollbesichtigung des russischen Schiffes „Valeri Kusmin", das mit einer Holzladung aus Nachodka im Hafen Minamata (Präfektur Kumamoto) eingelaufen war, ein Päckchen mit 297 Gramm Marihuana entdeckt wurde.

    In Übereinstimmung mit der japanischen Prozessordnung wurde die Genehmigung für die Durchsuchung des russischen Schiffs und die Beschlagnahme der Schiffspapiere und der Papiere der Besatzungsmitglieder wie auch der Informationsträger aller Typen und Handys zwecks Durchführung der notwendigen Untersuchungshandlungen ausgestellt.

    „Im Ergebnis der von den japanischen Polizeiorganen vorgenommenen Ermittlung gelang es nicht, festzustellen, dass diese Droge einem Besatzungsmitglied des russischen Schiffes gehört hätte. In diesem Zusammenhang fassten die japanischen Behörden den Beschluss, dem Schiff „Valeri Kusmin" das Auslaufen aus dem Hafen Minamata am Nachmittag des 16. Juni zu gestatten", teilte Jakowenko mit.

    Außerdem wurden am 14. Juni im Hafen von Wakkanai (Hokkaido) 20 Schiffe, darunter auch russische, wie auch solche unter Flaggen von Drittländern mit russischen Besatzungen aufgehalten. Die Ursache dafür war die Durchführung von Fahndungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Ermordung eines japanischen Bürgers am 14. Juni in Wakkanai.

    Am nächsten Tag, dem 15. Juni, erhielten 19 der Schiffe die Erlaubnis zum Auslaufen aus dem Hafen.

    In Wakkanai ist einstweilen noch das russische Schiff „Mirny" (Heimathafen Korssakow, Gebiet Sachalin) geblieben, deren Besatzungsmitglieder (insgesamt 18 Personen) von den japanischen Behörden befragt werden.

    „Die Botschaft Russlands in Japan und das Generalkonsulat Russlands in Sapporo stellten unverzüglich Kontakt mit Vertretern der zuständigen japanischen Organe her, um die baldigste Regelung dieser Zwischenfälle und die Freilassung der russischen Besatzungen und Schiffe durchzusetzen. Es wurden Kontakte mit den Kapitänen der russischen Schiffe hergestellt und sie werden aufrecht erhalten", informierte Jakowenko.

    Ihm zufolge gab es seitens der Kapitäne der Schiffe keine Beschwerden über die Handlungen der japanischen Behörden.

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