07:59 17 Januar 2017
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    Gref: Inflation kann zehn Prozent übersteigen

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    MOSKAU, 20. Juni (RIA Nowosti). Wirtschaftsminister German Gref schließt nicht aus, dass die Inflationsrate in Russland zum Jahresabschluss 2005 die geplanten zehn Prozent übersteigt.

    "Wir haben noch die Chance, die Grenze von zehn Prozent zu halten. Aber die Situation ist nicht einfach. Und die Inflation kann ein wenig über diese Zahl hinausgehen", führte Gref am Sonntagabend in einer Sendung des TV-Senders Rossija aus.

    Auf weitere Verstärkung des Rubels als Mittel der Inflationseindämmung angesprochen, sagte Gref, der Rubel werde nur unwesentlich verstärkt, der Dollarkurs werde nicht (von heute 28,58) auf 25 Rubel fallen.

    "Die Verstärkung des Rubels wirkt wie Gift auf die Industrie. Wir können die Senkung der Inflation nicht mit einer geringeren Konkurrenzfähigkeit der eigenen Industrie bezahlen", argumentierte der Minister.

    Ab 2007 werde der Rubel absolut konvertierbar sein, versicherte Finanzminister Alexej Kudrin in einem Interview für den Ersten Kanal des russischen Fernsehens. "Das bedeutet die Aufhebung aller Schranken, die den Kapitalverkehr von bzw. nach Russland erschweren".

    Im Haushaltsplan 2006 sei der durchschnittliche Dollar-Kurs in Höhe von 27,8 bis 28 Rubel für einen Dollar eingeplant, sagte der Minister. Der Rubel werde allmählich teuerer werden und sich verstärken.

    Die über Erwarten hohe Inflation führte Kudrin auf das zu schnelle Wachstum der Tarife für die Leistungen natürlicher Monopole zurück.

    So seien die kommunalen Gebühren in den ersten fünf Monaten 2005 um 30 Prozent angestiegen und haben die Inflation, die im Januar-Mai bei 7,3 Prozent lag, um zusätzlich zwei Prozentpunkte zunehmen lassen.

    Die russische Regierung kritisiere den Stromkonzern EES Rossii und den Gasproduzenten Gasprom für deren hohe Ausgaben, sagte Kudrin.

    "Wir wollen die Ausgaben dieser Unternehmen überprüfen, damit deren Tarife nicht so stark wachsen und schließlich die Inflation nicht vorantreiben", versprach der russische Finanzminister.

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