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    Präsidentenvertreter besorgt über illegale Holzexporte

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    WLADIWOSTOK, 20. Juni (RIA Nowosti). Die Rechtsschutzorgane im Fernen Osten seien nicht in der Lage, die illegalen Holzexporte zu stoppen, meint Konstantin Pulikowski, Putins bevollmächtigter Vertreter im föderalen Bezirk Fernost.

    „Die Rechtsschutzorgane zeigen ihre Unfähigkeit, gegen die anarchischen Zustände in der Forstbranche des Fernen Ostens zu kämpfen. Keine der zuständigen Strukturen kann die illegalen Holzexporte stoppen", sagte Pulikowski am Montag bei einem Treffen mit den Leitern der Rechtsschutz- und Sicherheitsbehörden des Bezirks.

    „Der Ferne Osten verwandelte sich in einen günstigen Standort für illegale Holzausfuhr aus Russland", konstatierte Pulikowski nach Angaben seines Pressesprechers Jewgeni Anoschin.

    „Die Forstverwaltungen und -komitees dulden es, wenn die Forstwirtschaften aktive Holzbeschaffung betreiben und rechtswidrige Abholzungen organisieren. Der Holzdiebstahl und der Schmuggel ins Ausland fügen der Region und ganz Russland einen gewaltigen wirtschaftlichen und ökologischen Schaden zu", sagte Pulikowski.

    Ihm zufolge arbeiten die Behörden im Kampf gegen die illegalen Holzexporte nicht zusammen. „Es gibt keine Zusammenarbeit zwischen Innenministerium, Zoll, Staatsanwaltschaft und Grenzamt. Es gibt nicht einmal gemeinsame Pläne", kritisierte Pulikowski.

    So lege der Zoll großen Wert vor allem auf die Erhöhung der Zolleinnahmen und frage sich kaum, woher das Holz kommt und ob es legalen Ursprungs ist. „Zugleich eröffnen die Innenorgane Ermittlungsverfahren lediglich gegen einzelne Personen, nicht aber gegen große Gruppierungen von Holzdieben".

    2003 seien wegen Verletzung der Forstgesetze 560 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, teilte der bevollmächtigte Präsidentenvertreter mit. 2004 waren es 633 und in den vier ersten Monaten dieses Jahres bereits 246.

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