09:02 18 Januar 2017
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    Unter einigen Bedingungen kann die Inflation eingedämmt werden

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    MOSKAU, 20. Juni (RIA Nowosti). Die Inflationsrate kann in diesem Jahr auf dem Niveau von 10 Prozent eingedämmt werden, wenn einige Bedingungen gegeben sind, erklärte der Leiter der Expertenverwaltung des Präsidenten, Arkadi Dworkowitsch, am Montag in einer von der Investmentgesellschaft Renaissance Kapital veranstalteten Investorenkonferenz.

    „10 Prozent sind eine reale Zielmarke, doch das heißt nicht, dass es nicht auch 12 Prozent werden können", sagte er.

    Das (12 Prozent) kann eintreten, wenn sich nichts an der Tarifpolitik der natürlichen Monopole ändert, wenn auf den Märkten nichts unternommen wird, um einen fairen Wettbewerb durchzusetzen", ergänzte Dworkowitsch.

    Sehr viel hänge auch von der Nachfrage nach Geld ab, die dadurch bestimmt wird, inwieweit die Wirtschaftspolitik der Staatsmacht Vertrauen genießt. „Wenn die Nachfrage nach Geld um 5 - 10 Prozent anwächst und nicht um 10 - 15 Prozent, wie es in den vergangenen Jahren war, dann geht die Inflation auch nicht zurück", so kommentierte Dworkowitsch Äußerungen Michail Sadornows in der Konferenz, dass die Inflation in den kommenden Jahren kaum an Schwung einbüßen werde.

    Das Mitglied des Ausschusses für Haushalt und Steuern in der russischen Staatsduma Michail Sadornow meint, dass in den kommenden drei Jahren in Russland kaum mit einem Rückgang der Inflationsrate unter 10 Prozent zu rechnen sei.

    „Russland steht eine recht hohe Inflation auf dem heutigen Niveau bevor, und zwar in den bevorstehenden drei Jahren in einer Größenordnung von 10 - 12 Prozent".

    Ferner meint Sadornow, dass die Haushaltspolitik in den kommenden drei Jahren zu wünschen übrig lassen werde. Ungeachtet dessen, dass Russland in der zurückliegenden Periode ein recht stabiles Wirtschaftswachstum aufzuweisen hatte, glaubt der Parlamentsabgeordnete, dass „das Wachstum sich verlangsamt, und dass das auch in den nächsten Jahren so bleiben wird".

    Auf die Frage, wie sich die Verbraucherpreise in der ersten Junidekade entwickelt haben, sagte Dworkowitsch, er erinnere sich nicht an die genaue Zahl, doch, so sagte er, können es 0,2 - 0,3 Prozent gewesen sein.

    In der Konferenz hatte Dworkowitsch die Inflation im Monat Juni auf 0,5 - 1 Prozent beziffert. Im Gespräch mit Journalisten engte er die Spanne etwas ein, indem er sagte, die reale Inflation könnte 0,6 - 0,8 Prozent betragen. Zuvor hatte der russische Finanzminister Alexej Kudrin die gleiche Prognose abgegeben.

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