10:48 24 September 2017
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    Rosoboronexport-Chef: Waffenmarkt erweitert sich für Russland

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    MOSKAU, 21. Juni (RIA Nowosti). Der Waffenmarkt wird sich für Russland erweitern, während Indien und China Russlands für eine längere Perspektive Partner bleiben werden. Das erklärte Sergej Tschemesow, Generaldirektor des Staatsunternehmens Rosoboronexport, in einem am Dienstag in der „Wremja Nowostej" veröffentlichten Interview.

    Die Zahl der Partner des wichtigsten russischen Waffenexporteurs vergrößert sich: 2003 waren es 53 und 2004 bereits 59 Länder. Der Umfang der Bestellungen an Rosoboronexport bleibt bei etwa 12 Milliarden Dollar, plus-minus eine Milliarde. Hauptsächlich handelt es sich dabei um die Flugzeugtechnik (rund 60 Prozent), in diesem Jahr dominiert allerdings die Flotte. Von den fünf Milliarden Dollar, die das Unternehmen im vergangenen Jahr verdient hat, entfallen drei Milliarden auf Indien und China.

    „Der Anteil der beiden größten Käufer wird sich im nächsten Jahr etwas verringern, weil große Verträge in anderen Regionen entstanden sind, beispielsweise mit Malaysia", so Tschemesow. „Es ist nicht auszuschließen, dass wir Algerien für uns wiederentdecken werden." Der Wert aller Algerien-Projekte beträgt rund drei Milliarden Dollar.

    Der Jahresumfang des Rosoboronexport-Absatzes wird auf dem Niveau von knapp über fünf Milliarden Dollar liegen. Alle Teilnehmer der militärtechnischen Zusammenarbeit könnten dem Land rund sechs Milliarden Dollar bringen.

    Im zurückliegenden Jahr ist der Umfang des militärtechnischen Zusammenwirkens mit Lateinamerika radikal gewachsen. „Wir haben an allen Ausstellungen in dieser Region - in Chile, Brasilien und Venezuela - teilgenommen, um unsere Waffen zu propagieren", sagte der Generaldirektor von Rosoboronexport. „Allmählich kommen sie auch auf diesen Markt, in erster Linie Schusswaffen und Hubschrauber. Das Echo ist überaus gut." In diesem Jahr sollen sich die Lieferungen an Lateinamerika verdoppeln.

    Unter den neuen Formen des militärtechnischen Zusammenwirkens nannte Tschemesow die Bezahlung von Verträgen mit Waren des jeweiligen Landes. Bei der jüngsten Tagung der Kommission für das militärtechnische Zusammenwirken schlug er dem Präsidenten Russlands vor, einigen Ländern Lateinamerikas gebundene Kredite zu gewähren. „Für diese Region ist noch keine Entscheidung getroffen, aber Jordanien wurde schon ein Kredit in Höhe von rund 500 Millionen Dollar für fünf bis sechs Jahre gewährt", teilte der Generaldirektor von Rosoboronexport mit.

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