05:40 18 Oktober 2017
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    EBRD will mehr in Russlands Osten investieren

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    WLADIWOSTOK, 21. Juni (RIA Nowosti). Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) will ihre Investitionspolitik im Osten Russlands aktivieren, erklärten EBRD-Vertreter bei einem Treffen mit dem bevollmächtigen Präsidentenvertreter im Föderalen Bezirk Fernost, Konstantin Pulikowski.

    Die EBRD kreditiert bereits eine Reihe von Großprojekten im russischen Fernen Osten, teilte Pulikowskis Sprecher Jewgeni Anoschin der RIA Nowosti mit.

    Bei dem Gespräch mit den EBRD-Vertretern betonte Pulikowski, das 21. Jahrhundert sei ein Jahrhundert der Asiatisch-Pazifischen Region. „Der Ferne Osten ist dabei ein Tor Europas und des europäischen Teils Russlands zur Asiatisch-Pazifischen Region. Die Entwicklung des Fernen Ostens gibt dem weiteren Wirtschaftswachstum in den europäischen Staaten einen Impuls", betonte der Präsidentenvertreter.

    Der Ferne Osten werde als Standort für ausländische Investitionen immer attraktiver, meinte Pulikowski. Im Jahr 2004 überstiegen die ausländischen Investitionen fünf Milliarden Dollar, was doppelt so viel wie 2003 sei.

    Der bevollmächtigte Präsidentenvertreter machte die EBRD-Vertreter mit 26 der größten Investitionsprojekte von nationaler Bedeutung vertraut, die eine Entfaltung der Verkehrs- und Energieinfrastruktur im Fernen Osten vorsehen, darunter den Bau einer Ölpipeline von Ostsibirien bis zur Pazifikküste.

    Pulikowski rief die europäischen Investoren auf, in die Erkundung und Erschließung von Öl- und Gasvorkommen auf dem Schelf des Ochotskischen Meeres anzulegen. Laut Pulikowski handelt es sich um die Projekte Magadan-1 und Magadan-2, zu denen eine Ausschreibung durchgeführt wird.