05:31 18 Oktober 2017
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    Die Kontrolle über die Stromerzeugung muss bei russischen Unternehmen bleiben

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    MOSKAU, 22. Juni (RIA Nowosti). Die Kontrolle über die Stromerzeugung in der Energiewirtschaft muss bei russischen Unternehmen bleiben, sagte der Leiter der Expertenverwaltung beim Präsidenten, Arkadi Dworkowitsch, auf Fragen von Teilnehmern an einer vom Managerverband veranstalteten Konferenz.

    Am vergangenen Montag hatte der Chef des Stromversorgers RAO EES, Anatoli Tschubais, für die Notwendigkeit der Gewinnung ausländischer Stromversorger für Elektrizitätswerke plädiert.

    „Ich denke, dass das nicht passieren wird, auch wenn der Gedanke nicht auf Ablehnung stößt", sagte Dworkowitsch.

    „Ich denke, unsere Investoren sind stark genug, um einen bedeutenden Anteil an den entsprechenden Unternehmen zu übernehmen, und sie sind daran interessiert", fügte er hinzu.

    Dworkowitsch meint außerdem, dass nicht von vornherein festgelegt werden sollte, in welchen Unternehmen Ausländer eine dominierende Beteiligung bekommen sollten, in welchen eine untergeordnete und in welchen gar keine.

    „Die Stromerzeugung ist ein gewöhnliches marktwirtschaftliches Segment", stellte der Vertreter des Kreml fest.

    „Wer mehr Geld bezahlt, welches investiert werden kann, der bekommt auch die Aktiva", meint Dworkowitsch.

    Tschubais hatte zuvor erklärt, dass nach seiner Meinung ausländische Energieunternehmen drei oder vier Stromerzeuger in ihren Besitz bekommen sollten. „Ich halte es für richtig, dass ausländische Strategen (ausländische Investoren) zu Eigentümern des Kontrollpakets von drei bis vier Elektrizitätswerken in der russischen Energiewirtschaft werden sollten."

    Der Chef der Energieholding bezeichnete die Gewinnung ausländischer Energiegesellschaften für die Branche als eine Schlüsselaufgabe. Er sagte, dass RAO EES in dieser Frage intensiv mit Partnern verhandelt. "Wir werden gemeinsam mit ihnen Vorschläge vorbereiten", fügte er hinzu.