13:48 16 Januar 2017
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    Neues Lager für ausgebrannte nukleare Brennelemente wird bei Krasnojarsk gebaut

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    MOSKAU, 22. Juni (RIA Nowosti). Der Russische Föderale Dienst für ökologische, technische und nukleare Aufsicht (Rostechnadsor) hat eine Lizenz für den Bau eines Trockenlagers für ausgebrannte nukleare Brennelemente bei Krasnojarsk (Zentralsibirien) erteilt.

    Das teilte der Chef der Aufsichtsbehörde, Andrej Malyschew, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der RIA Nowosti mit.

    Der Experte erinnerte daran, dass 1986 auf dem Gelände des Bergbau-Chemiekombinats Krasnojarsk ein Werk zur Nasslagerung ausgebrannter nuklearer Brennelemente gebaut wurde.

    Bei einem „Trockenverfahren" werden die Bedingungen der Lagerung und der Bedienung der ausgebrannten nuklearen Materialien verbessert und der Stromverbrauch verringert. Im Vergleich zur Nasslagerung (in Abstellbecken) werden bei der Trockenlagerung der Umfang der radioaktiven Sekundärabfälle verringert sowie die Bauzeiten verkürzt und die Betriebskosten gesenkt.

    Laut Malyschew wurde 2004 ein Rückgang der Zahl der Störungen in russischen AKW registriert.

    Wie der Chef von Rostechnadsor weiter sagte, wurden im vergangenen Jahr 46 Verletzungen der Vorschriften registriert, während es im Jahr 2003 insgesamt 51 solche Fälle gegeben hat. Der Experte teilte ferner mit, dass die Zahl der Vorschriftsverletzungen in nuklearen Schiffs-Energieanlagen von 22 auf 21 zurückgegangen ist.

    Zugleich verwies Malyschew auf eine zunehmende Zahl der Verletzungen der Vorschriften in Werken mit nuklearem Brennstoffkreislauf, wo im Jahr 2004 insgesamt 29 und im Vorjahr 24 solche Fälle registriert wurden.

    Laut Malyschew befinden sich unter den atom- und strahlungsgefährdeten Objekten Russlands 213 nukleare Anlagen, 454 Lager zur Aufbewahrung nuklearer Materialien und hochaktiver Atomabfälle, 1 058 Lager zur Aufbewahrung radioaktiver Stoffe bzw. Abfälle mit niedrigem Strahlungsniveau sowie rund 16 500 Strahlungsquellen.

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