11:04 18 Januar 2017
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    "Wedomosti": Total und Sumitomo gesellen sich zu den Anwärtern auf Abbau des Schtokman-Vorkommens

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    MOSKAU, 23. Juni (RIA Nowosti). Die Liste von Anwärtern auf den Abbau des Schtokman-Vorkommens könnte durch das französische Unternehmen Total und die japanische Firma Sumitomo erweitert werden. Das teilte Igor Meschtscherin, Chef des Amtes für Systemanalyse und Projektbegutachtung des Konzerns Gasprom, mit. Die amerikanischen Unternehmen Sempra und Conoco bieten zudem dem russischen Gasmonopolisten die Gründung eines Joint Ventures für Flüssiggas-Lieferungen an den amerikanischen Markt an, berichtet die Geschäftszeitung „Wedomosti" am Donnerstag.

    „Wir könnten mehreren Partnern eine Beteiligung am Projekt anbieten, Gasprom muss aber das Kontrollaktienpaket behalten", betonte Meschtscherin. Die große Auswahl biete dem russischen Konzern die Möglichkeit, günstige Bedingungen auszuhandeln.

    Ein anderer Gasprom-Sprecher meinte allerdings, das Unternehmen müsste sich längst mit seinen Partnern festlegen. Sollte in allernächster Zeit kein Konsortium gegründet werden, besteht das Risiko, dass Gasprom zum geplanten Zeitpunkt nicht mit eigenem Gas auf den amerikanischen Markt kommen würde. „Das würde aber bedeuten, dass es sich dort für unser Gas keinen Platz finden ließe", hieß es.

    Die globalen Gasvorräte sind groß, und auf dem Flüssiggas-Markt herrscht eine starke Konkurrenz, stellt Valeri Nesterow, Analytiker der Investmentgruppe Troika Dialog, fest. Bedeutende Konkurrenten des Konzerns sind Libyen, Nigerien, Ägypten, Australien, Malaysia und Brunei. Gasprom würde kaum gleich jetzt Kaufgarantien bekommen.

    Nach Ansicht von Analytikern wird eine norwegische Gesellschaft der künftige Gasprom-Partner beim Abbau des Schtokman-Vorkommens sein. Die Norweger haben große Erfahrungen auf dem Gebiet der Gasförderung im nördlichen Gewässer. Ein Exportpartner könnte dabei eine USA-Gesellschaft sein, mit der Gasprom den örtlichen Markt erschließen würde.

    Gasprom will sich bis Mitte 2005 mit Partnern für den Abbau des Vorkommens und den Bau einer Flüssiggasfabrik festlegen. 2011 will der Konzern eigenes Flüssiggas in die USA liefern.

    Die erkundeten Vorräte des Gaskondensatvorkommens „Schtokman" auf dem Schelf der Barentssee belaufen sich auf 3,2 Billionen Kubikmeter Gas und 31 Millionen Tonnen Gaskondensat. Das Projekt soll auf der Grundlage eines Product-Sharing-Abkommens realisiert werden. In der 1. Etappe sollen dort 30 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert werden. 22 bis 24 Milliarden Kubikmeter davon werden für die Produktion von 15 Millionen Tonnen Flüssiggas im Jahr verwendet. Gasprom hat vor, im Gebiet Leningrad die Flüssiggasfabrik und ein Terminal für den Flüssiggasexport nach Amerika zu bauen.

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