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    BIP-Wachstum in Russland 2005 laut IWF-Angaben bei nur 5,5 Prozent

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    MOSKAU, 23. Juni (RIA Nowosti). Der Internationale Währungsfonds gibt das aktuelle BIP-Wachstum in Russland mit rund 5,5 Prozent an.

    „Die Mission schätzt das BIP-Wachstum 2005 auf rund 5,5 Prozent, was den korrigierten Angaben der Regierung von 5,8 Prozent nahekommt und weit unter dem Stand von 2004 liegt, als das BIP um 7,1 Prozent zunahm", geht aus einer Erklärung der IWF-Mission vom Donnertag hervor.

    Der wichtigste Grund dafür ist laut IWF „die Prognose, der zufolge die Wachstumsraten der Ölproduktion und der Investitionen den Stand der letzten Jahre nicht wieder erreichen werden". Andererseits wird erwartet, dass der Konsum weiter nachhaltig und sogar schneller als 2004 wachsen wird, was auf eine stabile Erhöhung der Arbeitslöhne, die hohen Ölpreise und eine mildere Haushaltspolitik zurückzuführen sei.

    Dennoch dürfte „die weitere Zunahme des Konsums nur eine geringfügige Reaktion beim Angebot auf dem Binnenmarkt auslösen und hauptsächlich die Importe in die Höhe treiben", so die Erklärung.

    „Diese Prognosen enthalten ein hohes Maß an Unsicherheit, insbesondere im Hinblick auf das Investitionsklima und die begrenzten Produktionskapazitäten in der Wirtschaft und nicht zuletzt im Ölsektor", so der IWF weiter.

    „Eine Verringerung des BIP-Wachstumstempos wurde Mitte 2004 deutlich, als die Ölproduktion wegen der Zersplitterung von Yukos und der Beschränkung des Angebotes auf dem Gebiet von Ölförderung und Öltransport wesentlich zurückging. Der Fall Yukos wirkte sich offenbar negativ auf das Investitionsklima aus, wofür die Verlangsamung des Investitionswachstums seit Mitte des Jahres spricht. Das zeugt davon, dass die Verringerung des BIP-Wachstumstempos durch eine Kombination von Nachfrage- und Angebotsfaktoren ausgelöst wurde", so die IWF-Mission in ihrer Erklärung.

    „Die jüngsten Angaben bestätigen, dass das BIP Anfang 2005 unter dem beständigen Inflationsdruck weiterhin mit gedrosseltem Tempo zunahm", hieß es weiter.

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