Radio
    Wirtschaft

    Russlands Pipelinenetz überlastet

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0
    MOSKAU, 24. Juni (RIA Nowosti). Das russische Gaspipelinenetz ist überlastet, konstatierte der Chef des russischen Gasmonopolisten Gasprom, Alexej Miller, am Freitag auf der Jahreshauptversammlung der Aktionäre des Konzerns. Laut Miller hat die Nutzung der Leitungskapazitäten die technisch zulässige Grenze erreicht.

    17 Prozent der Pipelines seien bereits seit 35 Jahren in Betrieb, sagte Miller. 41 Prozent erreichen bald diese Betriebsdauer. „31 Prozent der Gasleitungen sind zehn bis 20 und lediglich 11 Prozent weniger als zehn Jahre alt", berichtete der Gasprom-Vorstandschef.

    Um das System instand zu halten und an die wachsenden Gaslieferungen anzupassen, seien beträchtliche Investitionen notwendig, äußerte Miller. Der Ausbau des Gastransportsystems gehöre zu den Prioritäten der Tätigkeit von Gasprom. Für diese Zwecke werden 65 Prozent der Gesamtinvestitionen eingesetzt.

    Im Jahr 2004 flossen insgesamt 687,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas ins einheitliche Gasversorgungsnetz, teilte der Gasprom-Chef weiter mit.

    Der Gaskonzern räumte 33 unabhängigen Gasversorgern den Zugang zum Pipelinenetz ein und sicherte somit den Transport von knapp 100 Milliarden Kubikmetern Gas, sagte Miller. Das seien um 4,5 Milliarden mehr als 2003.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren