03:18 23 Januar 2017
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    Gasprom verhandelt weiter über das russische Gas in den unterirdischen Depots der Ukraine

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    MOSKAU, 24. Juni (RIA Nowosti). Die Verhandlungen von Gasprom und Naftogas Ukrainy bezüglich des russischen Gases in den unterirdischen Depots der Ukraine werden in kürzester Zeit fortgesetzt, erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Gaskonzerns, Alexander Medwedew, auf der Jahreshauptversammlung der Aktionäre.

    „Die Zeit, als Gasprom und seine Tochterunternehmen bestohlen werden konnten, ist vorbei", sagte Medwedew, wobei er unterstrich, dass eine Lösung nur unter Berücksichtigung der Interessen von Gasprom gefunden werden könne.

    Auf die Schulden ukrainischer Unternehmen gegenüber Gasprom eingehend, stellte Medwedew fest, dass es zwei Arten von Schulden gebe. Die Rückstände von Naftogas Ukrainy von 1,2 Milliarden US-Dollar sind getilgt. Doch, so Medwedew, steht noch die zweite Schuldenkategorie zu Buche, nämlich die von Privatunternehmen der Ukraine. An der Begleichung dieser Zahlungsrückstände von 200 Millionen US-Dollar wird gearbeitet, fügte er hinzu.

    Am Donnerstag hatte RIA Nowosti von einer Quelle bei Gasprom erfahren, dass der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Alexej Miller, in der kommenden Woche mit dem stellvertretenden Minister für Brennstoff und Energiewirtschaft der Ukraine und Vorstandsvorsitzenden von Naftogas Ukrainy, Alexej Iwtschenko, zusammentrifft.

    Wie schon früher berichtet worden war, lagern in unterirdischen Depots der Ukraine 7,8 Milliarden Kubikmeter Gas, welches Gasprom wegen Verschuldens der ukrainischen Seite im vergangenen Winter nicht exportieren konnte.

    „Gasprom schlägt der Ukraine vor, entweder das Gas zu beiderseits akzeptablen Preisen aufzukaufen oder aber es für den Transit von russischem Erdgas über ukrainisches Territorium im Jahre 2005 in Zahlung zu nehmen.