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    Russland plant bis zum Jahr 2015 den Start von 15 Nachrichtensatelliten

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Im Rahmen des neuen Föderalen Weltraumprogramms (FWP) plant der russische Staatsbetrieb „Kosmitscheskaja swjas" („Kosmische Verbindung"), 15 Satelliten zu starten, davon vier mit nur einer Trägerrakete. Das teilte der amtierende Generaldirektor des Staatsbetriebes, Juri Ismailow, am Montag auf einer Pressekonferenz mit, die dem erfolgreichen Abschluss des Programms zur Erneuerung der russischen staatlichen Satellitengruppierung in den Jahren von 2001 bis 2005 gewidmet war.

    Ismailow bemerkte, dass das neue Programm noch nicht von der Regierung bestätigt wurde. Deshalb wäre es verfrüht, über die bereitzustellenden Mittel zu sprechen. „Aber wir planen, die russische zivile Gruppierung von Nachrichtensatelliten wesentlich zu ergänzen", sagte der amtierende Chef des Staatsbetriebes.

    Laut Ismailow ist vorgesehen, jedes nachfolgende Jahr ein bis zwei Nachrichtensatelliten in den Weltraum zu befördern. Außerdem prüfe der Staatsbetrieb jetzt ein Projekt zur Schaffung von Raumapparaten neuer Generation, die die direkte Fernseh- und Rundfunkübertragung gewährleisten sollen.

    Wie Ismailow weiter bemerkte, ist es „ein sehr kostspieliges Vergnügen", für den Start eines Satelliten jedesmal eine neue Trägerrakete zu verwenden. Deshalb werde zusammen mit einem großen Nachrichtensatelliten vom Typ „Express-AM" ein „KasSat"-Satellit ins All geschossen, der nach einem gemeinsamen Programm von Kasachstan und Russland entwickelt wird", sagte Isamilow. Er präzisierte, dass die elektronischen Geräte für den Raumapparat von dem italienischen Unternehmen „Alenia Espace" gefertigt werden.

    Wie Ismailow feststellte, wurde das für den Zeitraum 2001-2005 ausgelegte russische Programm zur Eneuerung der staatlichen Satellitengruppierung mit dem erfolgreichen Start eines „Express AM-3"-Satelliten am 24. Juni erfolgreich abgeschlossen. Im Ergebnis sei der Umfang der Gruppierung staatlicher Nachrichtensatelliten auf mehr als das 3,5-fache vergrößert worden, so Ismailow.

    „Dies gestattet es Russland, die Aufgaben zur Gewährleistung der mobilen Präsidenten- und Regierungsverbindung und zur Organisierung digitaler Fernseh- und Rundfunkübertragungen in allen entlegenen Regionen Russlands sowie in den anderen GUS-Ländern zu lösen", sagte Ismailow. Außerdem wurde es mit dem Start aller fünf Satelliten aus der „Express"-Serie möglich, auf dem gesamten Territorium Russlands den Schnellzugang zum Internet zu organisieren.

    Ismailow betonte, mit Hilfe der neuen Satelliten sei die Aufgabe zur Sicherstellung der Verbindung mit den entlegenen Regionen Sibiriens, des Hohen Nordens und des Fernen Ostens gelöst worden.

    Der amtierende Chef der „Kosmischen Verbindung" teilte ferner mit, dass der Staatsbetrieb seine Zusammenarbeit mit China ausbauen wolle. „Wir haben mit chinesischen Geschäftspartnern bereits ein Handelsabkommen unterzeichnet - das ist eine ernstzunehmende Leistung, denn wir hatten früher keine gemeinsame Sprache mit unseren Geschäftspartnern in Bezug auf die Preise finden können", sagte Ismailow.